Weimar (kobinet)
Heute gab es in Buchenwald eine Warnung gegen Krieg.
Buchenwald ist ein Ort, wo früher ein Konzentrations-lager war.
In Konzentrations-lagern haben die Nazis viele Menschen eingesperrt und getötet.
Heute sind Menschen in Buchenwald zusammen gekommen.
Diese Menschen sind Verwandte von Menschen, die früher in Konzentrations-lagern waren.
Heute ist ein besonderer Tag: Vor 80 Jahren haben sich die Gefangenen in Buchenwald selbst befreit.
Die Menschen in Buchenwald erinnern an den Schwur von Buchenwald.
Der Schwur von Buchenwald ist ein Versprechen.
Die befreiten Gefangenen haben dieses Versprechen am 19. April 1945 gemacht.
In dem Versprechen steht: Wir wollen den Nazis-mus mit seinen Wurzeln vernichten.
Wir wollen eine neue Welt des Friedens und der Freiheit aufbauen.
Das sind wir unseren getöteten Kameraden und ihren Familien schuldig.
Die Menschen in Buchenwald machen sich Sorgen.
In Deutschland und Europa gibt es immer mehr rechte Gruppen.
Diese Gruppen denken ähnlich wie die Nazis früher.
Sie mögen keine fremden Menschen und keine anderen Religionen.
In Deutschland ist eine rechte Partei mit mehr als 20 Prozent der Stimmen in den Bundestag gekommen.
Der Bundestag ist das Parlament in Deutschland.
Die Menschen in Buchenwald erinnern an Marian Turski.
Marian Turski war im Konzentrations-lager Auschwitz.
Er ist vor kurzem gestorben.
Marian Turski hat gesagt: Auschwitz ist nicht vom Himmel gefallen.
Seid nicht gleichgültig.
Gleichgültigkeit tötet!
Auf der Welt gibt es viele Kriege.
Der Krieg in der Ukraine dauert schon länger als 3 Jahre.
Auch im Nahen Osten gibt es Krieg.
Der Nahe Osten ist eine Region mit Ländern wie Israel und Palästina.
Die Menschen in Buchenwald sind besorgt, weil die Regierungen immer mehr Geld für Waffen ausgeben.
Dieses Geld fehlt dann für andere wichtige Dinge.
Zum Beispiel für Schulen, für arme Menschen oder für den Umwelt-schutz.
Früher sagten viele Menschen: Frieden schaffen ohne Waffen.
Heute sagen manche Menschen: Frieden schaffen mit noch mehr Waffen.
Die Menschen in Buchenwald finden das falsch.
Sie fordern von der Regierung: Redet mit anderen Ländern und beendet die Kriege.
Kauft nicht immer mehr Waffen.
Denn Sicherheit gibt es nur, wenn alle Länder zusammen arbeiten.
Die Menschen in Buchenwald erinnern an die Worte von Julius Fucik.
Er hat gesagt: Menschen seid wachsam!
Das bedeutet: Passt auf, dass so etwas wie früher nicht wieder passiert.

Foto: Goldstein
Weimar (kobinet) Eine Mahnung gegen Krieg und Hochrüstung wurde heute in Buchenwald laut: Überlebende und wir, die Nachkommen von politischen Häftlingen des Konzentrationslagers Buchenwald und anderer Konzentrations- und Vernichtungslager des deutschen NS-Regimes, Antifaschistinnen und Antifaschisten, Freundinnen und Freunde und Gäste sind heute hier zusammen gekommen zum 14. "Treffen der Nachkommen" aus Anlass des 80. Jahrestages der Selbstbefreiung. Wir erinnern eindringlich an den Schwur von Buchenwald, den die befreiten Häftlinge am 19. April 1945 geleistet haben: "…Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig…"
„Wenn wir uns in unserem Land, in Europa und der Welt umschauen, so sehen wir ein nie dagewesenes Erstarken ultrarechter und nationalistischer Bewegungen, kriegerische Auseinandersetzungen, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus… Eine rechtsradikale Partei in Deutschland ist mit über 20 Prozent der Stimmen in den neu gewählten Bundestag eingezogen…“, heißt es in der Erklärung. Sie verweist auf die Worte des kürzlich verstorbenen Präsidenten des Internationalen Auschwitz Komitees Marian Turski, der 2020 in seiner Rede zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz sagte: „Auschwitz ist nicht vom Himmel gefallen… Seid nicht gleichgültig, Gleichgültigkeit tötet!“
Der Krieg in der Ukraine dauert nun schon länger als 3 Jahre, der Konflikt im Nahen Osten – welcher seinen Ausgangspunkt im feigen Überfall der Hamas auf Israel hatte – ist wieder aufgeflammt, der Präsident der Vereinigten Staaten will sich Kanada und Grönland einverleiben und hat einen weltweiten Handelskrieg angezettelt unter dem Motto „America first“.
„Die Antwort Europas und der Bundesrepublik – zu unserem Entsetzen auch mit den Stimmen der Bundesländer, in welchen die Partei Die Linke mitregiert – sind nie dagewesene Programme zur Aufrüstung und damit Schulden in unermesslicher Höhe zulasten folgender Generationen. Dieses Geld wird an anderen Stellen fehlen – für Soziales, Bildung und Umwelt“, wird betont. Angesichts dessen erfülle es mit großer Sorge, dass aus der Losung „Schwerter zu Pflugscharen, Frieden schaffen ohne Waffen“ eine Bewegung entstanden ist nach dem Motto „Frieden schaffen mit noch mehr Waffen“.
Vermisst wird eine europäische und weltweite Initiative zur Rüstungsbegrenzung und Abrüstung. Krieg sei kein Mittel zur Konfliktlösung. „Von hier rufen wir – wie schon in den Jahren zuvor – alle Demokratinnen und Demokraten auf, ihre Stimme gegen jede Form von Ausgrenzung, Kriegstreiberei und Kriegshetze zu erheben“, heißt es weiter. „Wir fordern insbesondere von der EU und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland diplomatische Initiativen zur Beendigung der kriegerischen Auseinandersetzungen und Abrüstung! Denn es gilt: Sicherheit gibt es nur zu zweien!“ Erinnert wird an Julius Fucik: „Menschen seid wachsam!“

Foto: Goldstein
Weimar (kobinet) Eine Mahnung gegen Krieg und Hochrüstung wurde heute in Buchenwald laut: Überlebende und wir, die Nachkommen von politischen Häftlingen des Konzentrationslagers Buchenwald und anderer Konzentrations- und Vernichtungslager des deutschen NS-Regimes, Antifaschistinnen und Antifaschisten, Freundinnen und Freunde und Gäste sind heute hier zusammen gekommen zum 14. "Treffen der Nachkommen" aus Anlass des 80. Jahrestages der Selbstbefreiung. Wir erinnern eindringlich an den Schwur von Buchenwald, den die befreiten Häftlinge am 19. April 1945 geleistet haben: "…Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung, der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig…"
„Wenn wir uns in unserem Land, in Europa und der Welt umschauen, so sehen wir ein nie dagewesenes Erstarken ultrarechter und nationalistischer Bewegungen, kriegerische Auseinandersetzungen, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus… Eine rechtsradikale Partei in Deutschland ist mit über 20 Prozent der Stimmen in den neu gewählten Bundestag eingezogen…“, heißt es in der Erklärung. Sie verweist auf die Worte des kürzlich verstorbenen Präsidenten des Internationalen Auschwitz Komitees Marian Turski, der 2020 in seiner Rede zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz sagte: „Auschwitz ist nicht vom Himmel gefallen… Seid nicht gleichgültig, Gleichgültigkeit tötet!“
Der Krieg in der Ukraine dauert nun schon länger als 3 Jahre, der Konflikt im Nahen Osten – welcher seinen Ausgangspunkt im feigen Überfall der Hamas auf Israel hatte – ist wieder aufgeflammt, der Präsident der Vereinigten Staaten will sich Kanada und Grönland einverleiben und hat einen weltweiten Handelskrieg angezettelt unter dem Motto „America first“.
„Die Antwort Europas und der Bundesrepublik – zu unserem Entsetzen auch mit den Stimmen der Bundesländer, in welchen die Partei Die Linke mitregiert – sind nie dagewesene Programme zur Aufrüstung und damit Schulden in unermesslicher Höhe zulasten folgender Generationen. Dieses Geld wird an anderen Stellen fehlen – für Soziales, Bildung und Umwelt“, wird betont. Angesichts dessen erfülle es mit großer Sorge, dass aus der Losung „Schwerter zu Pflugscharen, Frieden schaffen ohne Waffen“ eine Bewegung entstanden ist nach dem Motto „Frieden schaffen mit noch mehr Waffen“.
Vermisst wird eine europäische und weltweite Initiative zur Rüstungsbegrenzung und Abrüstung. Krieg sei kein Mittel zur Konfliktlösung. „Von hier rufen wir – wie schon in den Jahren zuvor – alle Demokratinnen und Demokraten auf, ihre Stimme gegen jede Form von Ausgrenzung, Kriegstreiberei und Kriegshetze zu erheben“, heißt es weiter. „Wir fordern insbesondere von der EU und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland diplomatische Initiativen zur Beendigung der kriegerischen Auseinandersetzungen und Abrüstung! Denn es gilt: Sicherheit gibt es nur zu zweien!“ Erinnert wird an Julius Fucik: „Menschen seid wachsam!“




