Kassel (kobinet)
Martina Puschke und Beatrice Gómez sind wieder zu Hause.
Sie arbeiten beim Weibernetz.
Das Weibernetz ist eine Organisation für Frauen mit Behinderung.
Die Frauen vertreten die Interessen von Frauen mit Behinderung in der Politik.
Martina Puschke und Beatrice Gómez waren auf dem Global Disability Summit in Berlin.
Der Global Disability Summit ist ein großes Treffen.
Bei dem Treffen geht es um die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Bei dem Treffen waren Menschen aus vielen Ländern.
Auf dem Treffen haben die Frauen gesagt:
Frauen mit Behinderung werden auf der ganzen Welt benachteiligt.
Auch Mädchen mit Behinderung werden benachteiligt.
Und auch Menschen mit Behinderung, die sich nicht als Mann oder Frau fühlen.
Beim nächsten Treffen in 3 Jahren soll es mehr um diese Benachteiligung gehen.
Und die Frauen und Mädchen mit Behinderung sollen gestärkt werden.
Diese Botschaft kam von Ruth Mkutumula.
Sie ist von Disabled Women Africa.
Das ist eine Organisation für Frauen mit Behinderung aus 23 Ländern in Afrika.
Die Menschen haben ihr stark applaudiert.
Im Haupt-Programm vom Global Disability Summit gab es kein einziges Gespräch über Frauen und Mädchen mit Behinderung.
Im Neben-Programm gab es 2 Veranstaltungen dazu.
Diese Veranstaltungen waren sehr voll.
Viele Menschen wollten sich treffen und über die Benachteiligung von Frauen sprechen.
Es gab auch ein Gespräch über die Benachteiligung von LGBTIQ* Personen mit Behinderung.
LGBTIQ* steht für lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, intergeschlechtliche und queere Menschen.
Viele Selbstvertretungs-Organisationen haben kritisiert:
Beim Global Disability Summit 2025 war kein Platz für das Thema Gleichstellung.
Deshalb haben Frauen aus der Vorbereitungs-Gruppe gekämpft.
Sie haben erreicht, dass am Tag vor dem Treffen ein Workshop stattfinden konnte.
In dem Workshop ging es um Frauen mit Behinderung.
Der Workshop wurde von Frauen mit Behinderung geleitet.
Martina Puschke und Beatrice Gómez danken dafür Dinah Radtke und Maria Trümper.
Sie sind von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland.
Die Abkürzung dafür ist ISL.
An den folgenden Tagen haben viele Frauen lila Tücher getragen.
Die Tücher waren auf dem Kopf, am Handgelenk oder an Taschen.
So haben die Frauen ihre Solidarität gezeigt.
Martina Puschke und Beatrice Gómez haben das Treffen auch genutzt, um Kolleginnen aus anderen Ländern zu treffen.
Diese Kolleginnen kamen zum Beispiel aus Mexiko, Australien und Georgien.
Frauen und Mädchen mit Behinderung werden auf der ganzen Welt ähnlich benachteiligt.
Überall erleben sie 2 bis 4 mal häufiger Gewalt wegen ihres Geschlechts.
Überall ist die Gesundheits-Versorgung für Frauen mit Behinderung schwierig.
Zum Beispiel bei Themen wie:
- Frauen-Gesundheit
- Begleitung bei einer Schwangerschaft
- Verhütung
Auf der ganzen Welt sind Frauen mit Behinderung häufiger arm.
Bei allen Treffen für Frauen auf dem Gipfel waren die Forderungen klar:
- Die Selbstvertretungen von Frauen und Mädchen mit Behinderung müssen einbezogen werden.
- Die Selbstvertretungen müssen bei allen Entscheidungen in der Behinderten-Politik und Gleichstellungs-Politik dabei sein.
- Die Selbstvertretungen müssen sichtbarer werden.
- Die Selbstvertretungen müssen Geld bekommen.
- Frauen mit Behinderung müssen mehr wichtige Positionen bekommen.
Alle waren sich einig:
Die sozialen Bewegungen müssen mehr zusammen arbeiten.
Denn der Widerstand gegen Geschlechter-Vielfalt wird auf der ganzen Welt stärker.
Das gilt nicht nur bei großen Treffen, sondern auch bei uns zu Hause.

Foto: Weibernetz
Kassel (kobinet) Wieder zu Hause angekommen, berichten Martina Puschke und Beatrice Gómez von der Politischen Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz, dass sich Frauen und ihre Verbündeten auf dem Global Disability Summit in Berlin einig waren: "Die globalen Diskriminierungen von Frauen, Mädchen und gender-diversen Personen mit Beeinträchtigungen müssen auf dem nächsten Gipfeltreffen in drei Jahren deutlich stärker fokussiert und das Empowerment von Frauen und Mädchen gestärkt werden!" Diese mit großem Applaus gesendete Abschlussbotschaft von Ruth Mkutumula von Disabled Women Africa, einer Dachorganisation behinderter Frauen aus 23 afrikanischen Ländern, webte sich wie ein roter Faden durch die vorangegangene Veranstaltung beim Global Disability Summit.
Im Hauptprogramm des Global Disability Summit 2025 gab es nach Informationen von Martina Puschke und Beatrice Gómez vom Weibernetz kein einziges Panel zur Lebenssituation von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen. Lediglich im Seitenprogramm fanden zwei Veranstaltungen statt, die trotz früher Uhrzeit aus allen Nähten platzten, so groß war der Andrang, so groß der Bedarf, sich zu vernetzen und gegen die weltweite Gender-Diskriminierung zu kämpfen und die feministische Solidarität zu feiern. Ein weiteres „Kamingespräch“ widmete sich den Diskriminierungen von LGBTIQ* Personen mit Beeinträchtigungen.
Die Kritik an der Entscheidung, Gleichstellungsthemen auf dem GDS 2025 keinen Platz einzuräumen, wurde bereits im Vorfeld von Selbstvertretungsorganisationen massiv kritisiert. Frauen aus der zivilgesellschaftlichen Vorbereitungsgruppe haben deshalb erstritten, dass zumindest am Vortag des Weltgipfels ein Workshop von Frauen mit Beeinträchtigungen stattfinden konnte. „Danke an dieser Stelle Dinah Radtke und Maria Trümper von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL)!“, heißt es von den Weibernetz-Vertreterinnen. Mit lila Tüchern auf dem Kopf, am Handgelenk, an Taschen wurde in den folgenden Tagen des Kongresses die feministische Solidarität sichtbar. Die beiden Weibernetz-Vertreterinnen haben das Gipfeltreffen auch dazu genutzt, sich mit Kolleginnen von Netzwerken behinderter Frauen aus anderen Ländern zu treffen, darunter u.a. Mexiko, Australien, Georgien.
Die Diskriminierungen von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen sind weltweit sehr ähnlich. Überall erfahren sie zwei-bis viermal häufiger geschlechtsspezifische Gewalt. Überall ist die gesundheitliche Versorgung hinsichtlich Frauengesundheit, Schwangerschaftsbegleitung, Verhütung etc. eine Herausforderung. Weltweit sind Frauen mit Beeinträchtigungen häufiger von Armut betroffen, berichten Martina Puschke und Beatrice Gómez. Sie führen wieter aus: „Die Forderungen auf allen Frauen- und Gendertreffen des Gipfels waren einhellig klar: Die Selbstvertretungen von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen müssen konsequent einbezogen werden – in allen Entscheidungsprozessen der Behinderten- und Gleichstellungspolitik. Sie müssen sichtbarer werden, sie müssen vor allen Dingen finanziell gefördert werden. Behinderte Frauen müssen verstärkt in führenden Positionen vertreten sein. Schließlich bestand Einigkeit darin, dass die sozialen Bewegungen angesichts des weltweit rauher werdenden Winds gegen Gender, gegen Diversität verstärkt zusammenarbeiten müssen. Das gilt nicht nur auf globalen Gipfeltreffen, sondern auch bei uns zu Hause.“

Foto: Weibernetz
Kassel (kobinet) Wieder zu Hause angekommen, berichten Martina Puschke und Beatrice Gómez von der Politischen Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz, dass sich Frauen und ihre Verbündeten auf dem Global Disability Summit in Berlin einig waren: "Die globalen Diskriminierungen von Frauen, Mädchen und gender-diversen Personen mit Beeinträchtigungen müssen auf dem nächsten Gipfeltreffen in drei Jahren deutlich stärker fokussiert und das Empowerment von Frauen und Mädchen gestärkt werden!" Diese mit großem Applaus gesendete Abschlussbotschaft von Ruth Mkutumula von Disabled Women Africa, einer Dachorganisation behinderter Frauen aus 23 afrikanischen Ländern, webte sich wie ein roter Faden durch die vorangegangene Veranstaltung beim Global Disability Summit.
Im Hauptprogramm des Global Disability Summit 2025 gab es nach Informationen von Martina Puschke und Beatrice Gómez vom Weibernetz kein einziges Panel zur Lebenssituation von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen. Lediglich im Seitenprogramm fanden zwei Veranstaltungen statt, die trotz früher Uhrzeit aus allen Nähten platzten, so groß war der Andrang, so groß der Bedarf, sich zu vernetzen und gegen die weltweite Gender-Diskriminierung zu kämpfen und die feministische Solidarität zu feiern. Ein weiteres „Kamingespräch“ widmete sich den Diskriminierungen von LGBTIQ* Personen mit Beeinträchtigungen.
Die Kritik an der Entscheidung, Gleichstellungsthemen auf dem GDS 2025 keinen Platz einzuräumen, wurde bereits im Vorfeld von Selbstvertretungsorganisationen massiv kritisiert. Frauen aus der zivilgesellschaftlichen Vorbereitungsgruppe haben deshalb erstritten, dass zumindest am Vortag des Weltgipfels ein Workshop von Frauen mit Beeinträchtigungen stattfinden konnte. „Danke an dieser Stelle Dinah Radtke und Maria Trümper von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL)!“, heißt es von den Weibernetz-Vertreterinnen. Mit lila Tüchern auf dem Kopf, am Handgelenk, an Taschen wurde in den folgenden Tagen des Kongresses die feministische Solidarität sichtbar. Die beiden Weibernetz-Vertreterinnen haben das Gipfeltreffen auch dazu genutzt, sich mit Kolleginnen von Netzwerken behinderter Frauen aus anderen Ländern zu treffen, darunter u.a. Mexiko, Australien, Georgien.
Die Diskriminierungen von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen sind weltweit sehr ähnlich. Überall erfahren sie zwei-bis viermal häufiger geschlechtsspezifische Gewalt. Überall ist die gesundheitliche Versorgung hinsichtlich Frauengesundheit, Schwangerschaftsbegleitung, Verhütung etc. eine Herausforderung. Weltweit sind Frauen mit Beeinträchtigungen häufiger von Armut betroffen, berichten Martina Puschke und Beatrice Gómez. Sie führen wieter aus: „Die Forderungen auf allen Frauen- und Gendertreffen des Gipfels waren einhellig klar: Die Selbstvertretungen von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen müssen konsequent einbezogen werden – in allen Entscheidungsprozessen der Behinderten- und Gleichstellungspolitik. Sie müssen sichtbarer werden, sie müssen vor allen Dingen finanziell gefördert werden. Behinderte Frauen müssen verstärkt in führenden Positionen vertreten sein. Schließlich bestand Einigkeit darin, dass die sozialen Bewegungen angesichts des weltweit rauher werdenden Winds gegen Gender, gegen Diversität verstärkt zusammenarbeiten müssen. Das gilt nicht nur auf globalen Gipfeltreffen, sondern auch bei uns zu Hause.“




