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Berlin (kobinet) Seit 75 Jahren setzt sich der Sozialverband VdK für soziale Gerechtigkeit ein. Anlässlich dieses Jubiläums feiert der Verband am 29. Januar 2025 in Berlin dieses Jubiläum. Der Festakt steht unter dem Motto "Sozial in die Zukunft“. Erwartet werden rund 300 Gäste, darunter Vertreter aus Verbänden, der Zivilgesellschaft und der politischen Parteien sowie Bundeskanzler Olaf Scholz. Mit einem kobinet-Beitrag blickt Nico Wunderle auf eine 75jährige Erfolgsgeschichte des Sozialverband VdK zurück. "Der VdK vertritt die Interessen seiner Mitglieder im Bereich Sozialpolitik und Sozialrecht. Nicht nur mit individueller Rechtsberatung hilft er seinen Mitgliedern, sondern auch mit öffentlichkeitswirksamen Kampagnen verbessert der VdK Schritt für Schritt die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen", heißt es im Bericht, in dem Nico Wunderle einige Glanzlichter aus der Geschichte des VdK ausführt.
Herzlichen Glückwunsch zu 75 Jahren Sozialverband VdK
Beitrag von Nico Wunderle
Dieser Beitrag möchte auf eine 75jährige Erfolgsgeschichte des Sozialverband VdK zurückschauen. Der VdK vertritt die Interessen seiner Mitglieder im Bereich Sozialpolitik und Sozialrecht. Nicht nur mit individueller Rechtsberatung hilft er seinen Mitgliedern, sondern auch mit öffentlichkeitswirksamen Kampagnen verbessert der VdK Schritt für Schritt die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen.
Hier werden einige Glanzlichter aus der Geschichte des VdK genauer ausgeführt
1950: Am 28. Januar 1950 gründeten die Vertreter der Landesverbände in Düsseldorf des Vorläuferdachverbands Bund der Kriegs- und Zivilbeschädigten, Sozialrentner und Hinterbliebenen-Verbände Deutschlands (BKD) den neuen VdK Deutschland als Dachverband. VdK steht für „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner e. V.“
In den 1950er Jahren setzte sich der VdK durch Aktionen und Kundgebungen für die Belange von Kriegsopfern und Menschen mit Behinderung ein. Errungenschaften zu dieser Zeit war das Bundesversorgungsgesetz von 1950, welches den Umgang mit Kriegsopfern regelte. 1957 wurde außerdem die ersten Rentenreform nach dem zweiten und das sogenannte Körperbehindertengesetz von 1957 beschlossen. Dies regelt neben dem Schwerbeschädigtengesetz von 1953 die Fürsorge von Menschen mit Behinderung.
In den 1960er Jahren nahm der VdK seine Aufgaben als Interessensvertretung von Kriegsopfern sehr ernst. Dies zeigte sich im Neuordnungsgesetz zur Kriegsopferversorgung. Außerdem wurden 1965 die Witwenrente auf 60 Prozent der vom Verstorbenen bezogenen Rente erhöht.
Im Jahr 1974 trat das Schwerbehindertengesetz in Kraft. Dies ist eine Weiterentwicklung des Schwerbeschädigtengesetz von 1953.
Das neue Recht änderte sich erstmals von einem System, das Entschädigungen für bestimmte Ursachen von Behinderungen vorsah, hin zu einem System, das sich auf Ziele konzentriert und Betroffenen Rechte gibt, unabhängig davon, warum sie benachteiligt sind. Dabei ist der VdK immer als Interessenvertretung dabei beteiligt sich auch an der Neufassung dieses Gesetzes im Jahr 1986.
1994 verkündete der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl auf dem VdK-Bundesverbandstag in Bonn das Benachteiligungsverbot von Menschen mit Behinderung anzugehen. Dies war eine große Forderung des VdK. Seitdem heißt es im Artikel 3, Absatz 3 Grundgesetz „Niemand darf aufgrund seiner Behinderung benachteiligt werden.
Im gleichen Jahr wurde der VdK bundesweit zum „Sozialverband VdK“ umbenannt, Die Weiterentwicklung vom einstigen Kriegsopferentschädigungsverband hin zum modernen Sozialverband machte den VdK zu einem großen Player in Sachen Sozialrecht und Sozialpolitik. Mit Aktionen und Kampagnen für sichere Rente und starke Pflege und gegen Armut macht sich der VdK bis heute – und hoffentlich noch sehr lange für die Belange von Menschen mit Behinderungen stark.
In den 2000ern konnte der VdK so Rentenkürzungen verhindern und setzte trotz Agenda-2010-Politik eine Rentengarantie durch. 2017 konnte der VdK durch das neue Pflegestärkungsgesetz einen weiteren großen Erfolg verbuchen, denn das neue Pflegegesetz umfasste auch die Unterstützung von Menschen mit Demenz.
Im Jahr 2023 beschloss der Bundestag nach Forderung des VdK im Pflegeunterstützungs- und-entlastungsgesetz ein Entlastungsbudget für Pflegebedürftige. Dies hat der VdK schon viele Jahre zuvor gefordert.
Der VdK prägt die Sozialpolitik in Deutschland seit nunmehr 75 Jahren sehr. Die Bundestagspräsidentin Bärbel Bas würdigt die Verdienste des Sozialverband VdK als „unendlich wertvoll für den Sozialstaat“
Der VdK zählt mittlerweile 2,3 Millionen Mitglieder. Wenn Sie auch Mitglied des größten Sozialverband Deutschlands werden möchten, klicken Sie hier für mehr Informationen. https://www.vdk.de/mitgliedschaft/
Hauptquelle VdK Zeitung, Ausgabe Februar 2025,S.3
Mehr Informationen zu den obengenannten Gesetzen gibt es hier:
Bundesversorgungsgesetz: (1950) https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?start=%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl150s0791.pdf%27%5D#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl150s0791.pdf%27%5D__1738023555861
Schwerbeschädigtengesetz (1953) https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?start=%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl153i0389.pdf%27%5D#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl153i0389.pdf%27%5D__1738023834819
Körperbehindertengesetz: (1957)
https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?start=%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl157s0147.pdf%27%5D#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl157s0147.pdf%27%5D__1738023631322
Neuordnungsgesetz zur Kriegsopferversorgung (1960)
https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl160s0453b.pdf%27%5D__1738023962904
Gesetz zur Beseitigung von Härten in der gesetzlichen Rentenversicherung (1965)
https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?start=%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl165s0476.pdf%27%5D#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27I_1965_73_inhaltsverz%27%5D__1738024172991
Schwerbehindertengesetz (1974): https://media.offenegesetze.de/bgbl1/1974/bgbl1_1974_46.pdf
Grundgesetzänderung Art 3 (1994):
https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&start=//*%5b@attr_id=%27bgbl194s3146.pdf%27%5dA#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl194s3146.pdf%27%5D__1738024470411
Zweites Pflegestärkungsgesetz (2017). https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&start=//*%5b@attr_id=%27bgbl115s2424.pdf%27%5d#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl115s2424.pdf%27%5D__1738024871296
Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz – PUEG) (2023):




