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ZsL hat wieder Goldenen Rollstuhl vergeben

Goldener Rollstuhl des ZsL Stuttgart
Goldener Rollstuhl des ZsL Stuttgart
Foto: ZsL Stuttgart

STUTTGART (kobinet) Der Verein ABS – Zentrum selbstbestimmt Leben Stuttgart auf der Messe Caravan, Motor, Touristik wie in den Jahren zuvor wieder den Goldenen Rollstuhl für herausragende barrierefreie Angebote in verschiedenen Kategorien verliehen. Die Veranstaltung war gut besucht und stieß auf äußerst positive Resonanz.

Den Goldenen Rollstuhl für den Bereich Reisebroschüren und Online-Reiseführer hat der Tourismusverband im Landkreis Kelheim erhalten. Dieser Tourismusverband hat mit dem Online-Portal “Herzstück Bayern“ Reiseinformationen zu einer der schönsten und erlebnisreichsten Landschaften Bayerns ins Internet gestellt. Freizeit, Kultur und entspannte Erholung können die Touristen an verschiedenen Orten mit verschiedenen Sehenswürdigkeiten genießen. Auch zahlreiche Angebote, die barrierefrei zugänglich sind, werden in einem gesonderten Kapitel aufgeführt. Hierzu zählen unter anderem die Stadt Kelheim mit dem Kloster Weltenburg, der Donaudurchbruch und das Museum der Befreiungshalle bei Kelheim. Sowohl rund um den Donau Durchbruch als auch im Altmühltal und im Hopfenanbaugebiet Hallertau gibt es barrierefreie Wanderwege, die insbesondere für Rollstuhlfahrer gut nutzbar sind.

Den Goldenen Rollstuhl für den Bereich Reiseveranstalter, Reisebüros und Reiseportale wurde „Careundersun – Reisespezialist für barrierefreies Reisen“ in Griechenland zuerkannt. Solch einen Reiseanbieter wünschen sich die Touristen und Touristinnen mit Handicap. Es werden sehr viele Reiseziele dieses sonnenverwöhnten Landes mit teilweise sehr detaillierten Beschreibungen angeboten. Darüber hinaus können sehr viele Services und Hilfsmittel dazu gebucht werden, die für Menschen mit Behinderung äußerst nützlich sind wie zum Beispiel Pflegedienste und Pflegeleistungen sowie das dazugehörige Zubehör beziehungsweise Pflegehilfsmittel aller Art, Flughafen-Transfer und Kfz-Verleih, Lifter und Aufrichthilfen und so weiter Ebenso können Reisen für schwerstpflegebedürftige Menschen und Dialysepatienten vermittelt werden.

Der Goldene Rollstuhl für den Bereich Kultur und Freizeit wurde den Rollstuhlschieber Empfingen zuerkannt. in einer Sendung des SWR vom 24.08.2024 wurde über diese ganz spezielle Form der Nachbarschaftshilfe berichtet. Die Rollstuhlschieber aus Empfingen im Landkreis Freudenstadt machen seit sieben Jahren Ausflüge mit Bewohnern der drei Pflegeheime im Ort, die im Rollstuhl sitzen und von den ehrenamtlichen Mitgliedern der Gruppe geschoben werden. Für die Heimbewohner ist dies mittlerweile ein regelmäßig wiederkehrendes Highlight, und auch für die jeweiligen Schieber im Alter zwischen 35 und 81 Jahren ist es immer wieder ein besonderes Vergnügen, bei den ca. eineinhalbstündigen Wanderungen in der Umgebung von Empfingen dabei zu sein. Diese Initiative bekommt für ihr besonderes Engagement, den Senioren ein wenig Abwechslung vom Heimalltag zu bieten.

Den Goldenen Rollstuhl für den Bereich Hotels und Unterkünfte hat die Campingpark Gitzenweilerhof in Lindau am Bodensee erhalten. Dieser Campingpark bietet laut eigener Aussage einen Luxusurlaub für die ganze Familie an. Schaut man sich das Internetangebot an, so findet man diese Einschätzung durchaus bestätigt. Das Angebot für die Urlaubenden kann beinahe als all inclusiv für die Camper bezeichnet werden. Viele dieser Angebote und Dienstleistungen sind auch barrierefrei zugänglich, Ausnahmen sind unter der Rubrik Tipps und Events/Wissenswertes aufgeführt. Deshalb muss auch die Einschränkung gemacht werden, dass der Campingpark als Ganzes nicht als barrierefrei sondern als barrierearm einzustufen ist. Trotzdem und auch gerade deshalb wird dem Campingpark hiermit der Goldene Rollstuhl verliehen als Ansporn, die Barrierefreiheit auf dem Gelände und insbesondere bei den Mietunterkünften zu verbessern.

In diesem Jahr hat es bei der Preisverleihung des Goldenen Rollstuhls erstmals die neue Kategorie Digitales gegeben. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass auch die Rubrik „Digitales“ in Form der sogenannten Virtual Reality angekommen. Ein Beispiel dafür ist das junge Unternehmen vjourney aus Wasbek bei Lübeck. Das junge Team bietet mittels modernster Videotechnik unter dem Einsatz von 3-D-Brillen Filme in der Virtuellen Realität in den Bereichen Gesundheit und Tourismus an. Diese sind insbesondere für die Zielgruppen der Senioren und Menschen mit Behinderung bzw. Mobilitätseinschränkung interessant, wenn das althergebrachte “reale“ Reisen – und auch andere Angebote – beispielsweise aus medizinischen Gründen nicht mehr möglich sind.