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ZsL Köln ruft zu Protestaktion gegen geplante Haushaltskürzungen in Köln auf

Aufruf zur Protestaktion des ZsL Köln
Aufruf zur Protestaktion des ZsL Köln
Foto: ZsL Köln

Köln (kobinet) "'Nichts über uns ohne uns' – so lautet das Motto der Behindertenbewegung seit mehr als 30 Jahren. Mit Blick auf den am 14. November 2024 vorgelegten Haushaltsentwurf der Stadt Köln ist es leider wieder hoch aktuell - denn für das 'Zentrum für selbstbestimmtes Leben (ZsL) Köln' ist für die Jahre 2025/2026 keine Förderung mehr durch die Stadt Köln vorgesehen. Das ZsL Köln bildet das Fundament des Trägervereins 'Selbstbestimmt Leben' Behinderter Köln e.V. Der Verein setzt sich seit über 30 Jahren für die Interessen behinderter Menschen in Köln ein. Damit ist das ZsL eine wichtige Stimme in der kommunalen Behindertenpolitik", heißt es in einem Aufruf für eine Protestaktion gegen die Haushaltskürzungen in Köln, die heute am 11. Dezember 2024 von 14:00 bis 15:00 Uhr vor dem Eingang des Historischen Rathauses am Alter Markt in Köln stattfindet.

In den vergangenen Jahren wurden beim ZsL Köln zusätzlich die beiden Projekte „Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) für den Regierungsbezirk Köln“ und die „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) ‚Selbstbestimmt Leben’“ unter dem Dach des Trägervereins etabliert. Der Wegfall der langjährigen institutionellen Förderung würde, die in den vergangenen Jahrzehnten entstandene behindertenpolitische Expertise von heute auf morgen in Frage stellen. Auch die erfolgreiche Umsetzung von Zielen der UN-Behindertenrechtskonvention durch Bildung, Beratung und Vernetzung wären damit akut gefährdet, heißt es vonseiten des ZsL Köln.

Was würde durch die geplante Streichung der Förderung in Köln u.a. wegfallen?
– Umfassende Beratung und Interessenvertretung für behinderte Menschen durch behinderte Menschen
– Kompetenz und Vernetzung in wichtigen Fragen der Inklusion
– Arbeitsplätze für mehrere schwerbehinderte Mitarbeitende
– Gerade bezogene barrierefreie Beratungs- uns Veranstaltungsräume könnten nicht mehr gehalten und finanziert werden
– Fördergelder zur barrierefreien Einrichtung der Büros würden verschwendet werden.

An die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung und an die Fraktionen im Stadtrat appelliert das ZsL Köln: „Verhindern Sie die Zerschlagung jahrzehntelanger erfolgreicher behindertenpolitischer Arbeit in der Stadtgesellschaft durch unzumutbare Komplettstreichung der ZsL-Förderung.“

Link zum Aufruf für die Protestkundgebung am 11. Dezember 2024 in Köln