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Von Behinderung befreit: Inklusive Alternativen zur Sonderwelt bei Bildung, Arbeit und Wohnen

Cover des Buches Von Behinderung befreit
Cover des Buches Von Behinderung befreit
Foto: Kohlhammer

Kassel (kobinet) "Von Behinderung befreit: Inklusive Alternativen zur Sonderwelt bei Bildung, Arbeit und Wohnen", so lautet der Titel eines Buches, das im Verlag Kohlhammer erschienen ist. Herausgeber des Buches sind Ulrich F. Scheibner und Wilfried Windmöller. Als Mitautor*innen sind Uwe Heineker, Dr. Brigitte Schumann, Gabriele Scheibner, André Thiel und Bernhard Sackarendt. "Inklusion ist ein Grundstein der demokratischen Gesellschaft, denn sie bedeutet vorbehaltlose Einbeziehung aller Menschen, ihre selbstverständliche Dazugehörigkeit und gleichberechtigte Teilhabe. Trotz internationaler, europäischer und deutscher Rechtsnormen werden Millionen BundesbürgerInnen an den gesellschaftlichen Rand gedrängt, darunter der große Bevölkerungsteil der Menschen mit erschwerenden Beeinträchtigungen. Sie werden als 'behinderte‘ Personen benachteiligt und abgeschoben: in Sonderkindergärten, Sonderschulen, Sondertagesstätten und eine Sonderwelt aus Wohn- und Arbeitsstätten", heißt es zum neuen Buch.



Weiter heißt es in der Produktbeschreibung des im September 2024 erschienenen Buchs: „Den bedenklichen Mangel an sozialer Inklusion beschreiben Fachleute in diesem Buch aus eigenem Erleben. Zu ihnen gehören wissenschaftlich qualifizierte ExpertInnen mit jahrzehntelangen Praxiserfahrungen im Bildungs- und Sozialsektor, u.a. als Leitungsmitglieder in den ‚Werkstätten‘. Zwei Autoren wurden wegen ihrer Beeinträchtigungen in jungen Jahren behördenseits als ‚bildungsunfähig‘ und ‚erwerbsunfähig‘ abgestempelt. Trotz dieses staatlichen Kainsmals haben sie zeitlebens gegen die strukturellen Behinderungen mühsam, aber mit Erfolgen gekämpft. Hier beschreiben sie und die Fachleute aus Wissenschaft und Praxis ihre Erkenntnisse sowie die historischen, sozialen und politischen Zusammenhänge. Alle AutorInnen entwerfen konkrete Alternativen zu den zahlreichen deutschen Sondereinrichtungen.“

Link zu weiteren Infos und zur Bestellmöglichkeit des Buches

Interessant ist auch das bereits 2021 erschienene Buch mit dem Titel „Werkstätten für behinderte Menschen – Sonderwelt und Subkultur behindern Inklusion“, das von Heinrich Greving und Ulrich Scheibner herausgegeben wurde.

Link zu weiteren Infos und zur Bestellmöglichkeit des 2021 erschienenen Buches

Dass es sich bei dem neuen Buch nicht nur um „ein“ Buch handelt, sondern dass dieses mit konkretem politischem Engagement zur Überwindung der Exklusion hin zur Inklusion ist, das macht beispielsweise ein Brief von Wilfried Windmöller an die Bundestagspräsidentin deutlich. „Sehr geehrte Frau Bas, bitte greifen Sie meinen Appell auf und helfen Sie mit, daß unsere Bundesrepublik ein inklusionspolitisches Vorbild in Europa wird.“ Mit diesem Appell schließt Wilfried Windmöller seinen Brief vom 24. Juli 2024 an Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, in dem er die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland anmahnt. Dabei weist er auf Alternaitven hin, die in dem von ihm mit herausgegebenen Buch „Von Behinderung befreit. Inklusive Alternativen zur Sonderwelt bei Bildung, Arbeit und Wohnen“ hinweist. Wilfried Windmöller war der erste gewählte ehrenamtliche Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der „Werkstätten“ und ein entscheidender Mitgestalter des deutschen Werkstättenrechts.

Link zum Bericht der kobinet-nachrichten über den Brief von Wilfried Windmöller an Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, den dieser aus dem Senior*innenheim in Osnabrück geschrieben hat

Lesermeinungen

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Heidi Eiselein
08.09.2024 09:22

Danke für Euer Engagement.

Selbst im Jahr 2024 erlebe ich von zuständigen Behördenmitarbeitern, dass die Empfehlung von derartigen Einrichtungen nach wie vor beworben werden.

Als ob es im Jahr 2023 nicht eine Änderung im Sozialhilfegesetz hin zu mehr bedarfsorientierten Möglichkeiten und mehr Mitbestimmung gegeben hat..   Schade.