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Nürnberg (kobinet) Der derzeitige Trend der steigenden Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen hat sich auch im Juli 2024 fortgesetzt. Waren im Juli 2023 noch 165.518 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet, sind es im Juli 2024 mit 176.791 über 11.000 schwerbehinderte Arbeitslose mehr, die bei der Bundesagentur für Arbeit registriert sind.
Trotz des Mangels an Fachkräften und Beschäftigten in verschiedenen Bereichen zeigt der Blick auf die Vor-Corona-Zeit einen noch größeren Anstieg der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen. Im Juli 2019 waren mit 154.550 über 20.000 schwerbehinderte Arbeitslose gemeldet als im Juli 2024. Ob die Bundesregierung diesem Trend durch einen zweiten Teil eines Gesetzes zur Förderung des inklusiven Arbeitsmarkts entgegenwirkt, steht noch in den Sternen. Ein solches Gesetz wurde mehrfach angekündigt, konkrete Regelungsvorschläge wurden bisher aber noch nicht vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales vorgelegt. Dabei steht vor allem auch die Reform des Werkstättensystems an, denn ergänzend zu den arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen werden über 300.000 schwerbehinderte Menschen in Werkstätten für behinderte Menschen mit durchschnittlich 226 Euro pro Monat weit unter Mindestlohn beschäftigt. Ihre Chancen auf einen Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt mit einer Übergangsquote von 0,35 Prozent aus Werkstätten für behinderte Menschen pro Jahr sind zudem äußerst gering.




