
Foto: Gerhard Bartz
STUTTGART (kobinet) Mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds Plus der Europäischen Union und des Landes Baden-Württemberg unterstützt das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration des Landes Baden-Württemberg die Assistierte Ausbildung in Pflegehilfe und Alltagsbetreuung sowie erstmals auch in Heilerziehungspflege und Heilerziehungsassistenz.
Neben der Kranken- und Altenpflege besteht auch die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen ein akuter Fachkräftemangel. „Wir schaffen mit diesem Angebot Ausbildungsperspektiven und leisten zugleich einen Beitrag gegen den Fachkräftemangel in diesen gesellschaftlich so wichtigen Bereichen. Mit dem Aufruf sprechen wir vor allem junge Menschen an, die im sozialen Bereich arbeiten wollen und für die Ausbildung noch Unterstützung brauchen“, so Sozialminister Lucha.
Bei der Ausbildung für Berufe der Pflegehilfe und Alltagsbetreuung, die in Einzelfällen auch ohne Schulabschluss begonnen werden kann, liegt die Abbruchquote höher als bei den Ausbildungen zur Pflegefachkraft. Viele ausgebildete Helferinnen und Helfer schließen an die Helferausbildung die Pflegefachkraftausbildung an. Daraus ergebe sich ein Handlungsbedarf, sagte Minister Lucha: „Wir investieren in die Menschen, um alle Potenziale der Gesellschaft zu mobilisieren. Durch gezielte Förderung wollen wir die Zahl der Ausbildungsabbrüche verringern und den Übergang in eine Fachkräfteausbildung unterstützen.“
Die UN-Behindertenrechtskonvention und das Bundesteilhabegesetz haben die Rechte von Menschen mit Behinderungen deutlich gestärkt und fordern eine adäquate Umsetzung, um die umfassende und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft zu sichern. Minister Lucha: „Um dieses Ziel zu erreichen, bauen wir die inklusive Infrastruktur und die personenzentrierten Leistungen im Land aus. Auch hier brauchen wir verstärkt qualifiziertes Personal.“




