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ISL-Kritik an Machtmissbrauch und Willkür bei der Bahn

Einstiegshilfe für behinderte Reisende im ICE 4
Einstieg für behinderte Reisende im ICE 4
Foto: Kay Macquarrie

Berlin (kobinet) Gerade in Zeiten, in denen die Behindertenverbände auf die Gesetzesinitiativen für einen barrierefreien öffentlichen Nah- und Fernverkehr warten, werden die Mängel in Sachen Barrierefreiheit bei der Bahn überdeutlich. "Machtmissbrauch und Willkür gegenüber Menschem mit Behinderungen müssen endlich ein Ende haben", fordert daher die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland. "Selbst wenn man keine Termine hat oder nur aus Spaß fährt. Zahlender Fahrgast ist zahlender Fahrgast!" schreibt die ISL dazu auf X. Auslöser dieser Äußerung ist ein X-Post von Kay Macquarrie, der folgende Erfahrung auf X teilte: "Nur mit Hilfe der Polizei darf ich reisen. Zugchef wollte mich nicht mitnehmen, weil: 'nicht angemeldet'. Hausverbot!! Bin in den Zug gekrabbelt, denn auch ich habe Termine (auch am Sonntag :-)). Wie wärs mit etwas Antidiskriminierungsarbeit, liebe @DB_Bahn ?!"



Behinderte Bahnreisende und eine Reihe von Verbänden beklagen seit Jahrzehnten die Zustände im öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Hoffnung hatten sie durch die Formulierungen im Koalitionsvertrag der rot-grün-gelben Bundesregierung geschöpft. Doch bisher hat sich hierzu noch nichts getan. Und dies obwohl nur noch gut ein Jahr Zeit ist, um die Versprechen des Koalitionsvertrags umzusetzen.

Link zu den X-Posts der ISL und von Kay Macquarrie