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Barrieren erkennen – Barrieren abbauen – Zugänge schaffen

Zwei Frauen und ein Mann stehen vor einer Tafel mit Informationen zu dieser Veranstaltung
BKSF Fachtag
Foto: CHRISTIAN VON POLENTZ

BERLIN (kobinet) Im Festsaal der Berliner Stadtmission hat in dieser Woche der Fachtag „Barrieren erkennen – Barrieren abbauen – Zugänge schaffen“ stattgefunden. Diese von der Bundeskoordinierung Spezialisierter Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend (BKSF) organisierte Veranstaltung bot ein vielfältiges Programm mit Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Workshops. Im Mittelpunkt des Programms standen inklusive Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderungen, die sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend erleben und erleben mussten.

Die rund 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Fachberatung, Wissenschaft, Politik und Verbänden haben vor Ort teilgenommen und den Fachtag via Live-Stream verfolgt.

Menschen mit Behinderungen sind einem erheblich höheren Risiko ausgesetzt, sexualisierte Gewalt zu erfahren. Das Vorhandensein einer Behinderung weist außerdem einen statistischen Zusammenhang zum Verschweigen und verzögerten Offenlegen sexualisierter Gewalterfahrungen auf. Unterschiedliche Barrieren führen zusätzlich dazu, dass Betroffene seltener Beratungsangebote in Anspruch nehmen. „Deshalb wollen wir mit unserem Fachtag auf bestehende Barrieren in Fachberatungsstellen bei sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend für Menschen mit Behinderungen aufmerksam machen. Unsere Veranstaltung ermöglicht Begegnungen zwischen Fachberaterinnen und Fachberater sowie Selbstvertreterinnen und Selbstvertreter und ist ein wichtiger Schritt für eine inklusivere Fachberatung bei sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend“, so Katrin Schwedes, Projektleitung der BKSF.

Auch Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, fordert in seiner Ansprache einen barrierefreien Zugang zu Fachberatung bei sexualisierter Gewalt für Menschen mit Behinderungen. „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Bedürfnisse und Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen, die sexualisierte Gewalt erleben oder erlebt haben, ernst genommen werden! Dafür müssen angemessene, passende und vor allem barrierefreie Unterstützungsangebote bereitgestellt werden. Es muss sichergestellt werden, dass Menschen mit Behinderungen Zugang zu spezialisierten Beratungs- und Hilfsangeboten haben, und zwar in der für sie passenden Kommunikationsform. Außerdem braucht es dringend verpflichtende Fortbildungsangebote für Strafverfolgungsorgane“, so Jürgen Dusel.

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