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Taekwondo macht Menschen stark

Sportlerinnen  und Sportler auf einer Bühne in  Kampfstellung
Taekwondo-Gruppe der Asbacher Hütte mit Karl-Otto Übel
Foto: Stiftung kreuznacher diakonie/Andrea Djifroudi

ASBACHER HÜTTE kobinet) Taekwondo macht etwas mit den Menschen. Das weiß der Großmeister Karl-Otto Übel aus eigener Lebenserfahrung. Der fast 70-jährige Idar-Obersteiner mit sieben schwarzen Gürteln in dieser Sportart kommt zweimal im Monat in die kleine Kirche auf der Asbacher Hütte, um mit Menschen mit Beeinträchtigungen genau diese Sportart zu trainieren.

Die Gesichter im Raum sind glücklich, weil sie den Körper spüren und beherrschen, der oft genug nicht das macht, was sie sich vorgenommen haben.

Mirko Arenz darf mal laut sein, obwohl er sonst zu schüchtern ist, laut zu sprechen. Ein Teilnehmer soll die Fäuste ballen, obwohl er ansonsten nie auf die Idee kommt, auch nur einer Fliege etwas anzutun. Julia Milz ist heute konzentriert, an anderen Tagen können manchmal die vielen Eindrücke nicht sortiert und priorisiert werden. Ein anderer Bewohner hält hier Grenzen ein, die ihn ansonsten manchmal nicht stoppen.

Karl-Otto Uebels Liste der Erfolge ist zu lang, um alles aufzuzählen. Zu bescheiden ist er auch, aber er war Vize-Europameister und Deutscher Meister in der 68-Kilo-Klasse. Er hat alle wichtigen Trainerscheine, um auch auf höchster Ebene zu arbeiten. Beruflich hat er immer für und mit Menschen mit Beeinträchtigungen gearbeitet. Seit Herbst 2023 kommt er regelmäßig in die Asbacher Hütte. Auch er spürt für sich den Gewinn, mit den Menschen zu arbeiten.

Julia Wittmann und Silke Nörling, die Einrichtungsleitungen für den Bereich Wohnen, haben dieses Sportangebot installiert: „Die Sportart Taekwondo hat viele positive Effekte und fördert Teamgeist, Selbstvertrauen und Empathie. Unsere Taekwondo Gruppe entwickelt sich gemeinsam weiter und jeder Einzelne wird von Herrn Übel dort abgeholt, wo er steht. Es macht Freude die Menschen bei diesem Sport erleben zu dürfen!“