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Pakt für inklusiven Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen

Unterzeichner*innen des Inklusionspakts NRW
Unterzeichner*innen des Inklusionspakts NRW
Foto: Arbeitsministerium NRW

Düsseldorf (kobinet) Menschen mit Behinderungen und offene Stellen besser zusammenbringen. Das ist ein zentrales Ziel der Inklusionsinitiative des nordrhein-westfälischen Arbeitsministeriums, der Bundesagentur für Arbeit, Arbeitgebern und des Unterstützungssystems. Anlässlich des am Mittwoch, 10. April 2024, unterzeichneten Inklusionspakts in Nordrhein-Westfalen erklärte Dennis Sonne als Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtags für die Grünen: "Das war ein wichtiger Schritt für den inklusiven Arbeitsmarkt. Menschen mit Behinderungen sind in Unternehmen keine nette Charity-Aktion, sondern wertvolle Arbeitskräfte.“ Der Abgeordnete aus dem Kreis Coesfeld wurde, nach seinem Unfall im Jahr 2004, selbst dazu geraten in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen zu arbeiten. "Ich bin froh, dass ich mich anders entschieden habe und damals die Chance hatte eine Ausbildung zu beginnen.“

Der Fachkräftemangel in Bereichen, wie im Handwerk, in der Pflege, oder bei Erziehungsberufen zwingt nun alle Beteiligten, Lösungen zu finden, die schon längst hätten gefunden werden müssen. Der inklusive Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Schlüssel, um den Fach- und Arbeitskraftmangel zu begegnen und gehört daher auch zur Fachkräfteoffensive des Landes NRW. Mit der „Gemeinsamen Initiative zur Stärkung der Inklusion auf dem Arbeitsmarkt Nordrhein-Westfalens“ wollen das Arbeitsministerium, die Bundesagentur für Arbeit, die Industrie- und Handelskammer, sowie die Landschaftsverbände Menschen mit Behinderungen helfen, einen Platz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden. Die Potenziale sind enorm, denn rund 53.000 Menschen mit einer Schwerbehinderung sind in NRW arbeitslos gemeldet, rund die Hälfte davon hat eine abgeschlossene berufliche oder akademische Ausbildung. Mit einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, finanzielle Unterstützungen, sowie leichten und zugänglichen Informationsangeboten für Menschen mit Behinderungen und Unternehmen sollen jetzt Lösungen geschaffen werden. Mit der Unterzeichnung des Inklusionspakts ist der Weg für mehr Beschäftigung von behinderten Menschen geebnet, nun muss dieser Vertrag umgesetzt werden, heißt es in einer Presseinformation von Dennis Sonne. Der Grünen-Politiker ist sich sicher: „Der inklusive Arbeitsmarkt ist ein Gewinn für alle.“

Für den nordrhein-westfälischen Arbeitsminister Karl-Josef Laumann ist die Initiative ein eindrucksvolles Beispiel: „Menschen mit Behinderung haben große Potenziale, von denen Unternehmen profitieren können und die besonders in Zeiten des Arbeitskräftemangels endlich erkannt werden müssen. Wir brauchen jede und jeden, um die Herausforderungen der Zeit zu stemmen. Inklusion ist ein wichtiger Baustein beim Weg aus der Fachkräftekrise und die Nachfrage nach Arbeitskräften am Arbeitsmarkt so hoch wie selten zuvor. Dennoch haben arbeitslose Menschen mit Behinderungen nach wie vor geringe Chancen, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, das können und wollen wir nicht akzeptieren. Die Inklusionsinitiative ist ein Meilenstein, denn mit ihr bekennen sich ihre Partner erstmals gemeinsam dazu, die Inklusion von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt zu unterstützen und die Chancen für alle Beteiligten stärker in den Blick zu nehmen.”

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