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Gaza und Ukraine mit Blindgängern übersät

Wohngebäude mit kaputten Fenstern von dem nur noch die untere Etage ateht
Wohngebäude in Kyjiw in dem eine schwangere Frau und ihr Mann getötet wurden und das nun noch vom Minenräumdienst geprüft werden muss
Foto: O.Marikutsa / HI

MÜNCHEN (kobinet) Anlässlich des bevorstehenden Internationalen Tages zur Aufklärung über die Minengefahr weist die humanitäre Hilfsorganisation Handicap International (HI) auf die hohe Anzahl an Minen und Blindgängern hin, die vor allem den Gazastreifen, die Ukraine und auch Syrien kontaminieren. Nicht explodierte Sprengkörper bedrohen die Zivilbevölkerung, behindern humanitäre Hilfe und verhindern den Wiederaufbau.

Minen und explosive Kriegsreste stellen eine Bedrohung für das Leben und Wohlergehen der Zivilbevölkerung dar, verursachen Verletzungen und Todesfälle und hindern Menschen daran, Häuser, Felder und Straßen zu nutzen. „Es wird Jahrzehnte dauern, bis nach Ende eines Konflikts ein sicheres Leben wieder möglich sein wird. Die Blindgänger werden zweifellos noch viele Jahre lang zu weiteren Verlusten an Menschenleben, Gliedmaßen und zu psychologischen Traumata führen“, betont Dr. Eva Maria Fischer, Leiterin der politischen Abteilung von Handicap International Deutschland.

Die Ukraine gilt derzeit als eines der am stärksten mit Landminen und explosiven Kriegsresten verseuchten Länder der Welt. Die Regierung der Ukraine schätzt, dass 174.000 Quadratkilometer (oder fast 29 Prozent) des ukrainischen Territoriums auf Kontamination untersucht werden müssen. Im Gazastreifen ist das Ausmaß der Kontamination mit explosiven Kriegsresten derzeit noch kaum abzuschätzen.

Auch Syrien ist weiterhin stark kontaminiert. Stand Oktober 2023 gab es weltweit in 60 Staaten und Gebieten nachweislich eine Bedrohung durch Antipersonen-Minen. Allein Syrien, Ukraine und Gaza von Minen und Blindgängern zu befreien, ist eine gigantische Herausforderung, die wohl mehrere Generationen dauern wird.

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