Menu Close

Hat die Deutsche Bahn ein Ableismusproblem?

Symbol Fragezeichen

Lüneburg (kobinet) Hat die Deutsche Bahn ein Ableismusproblem? Wenn es nach Cécile Lecomte geht, auf jeden Fall, denn sie titelt einen aktuellen Beitrag auf ihrem Blog über eine Klage, die sie gegen die Deutsche Bahn führt, mit der Überschrift "Die Deutsche Bahn hat ein Ableismusproblem". "Sommer 2022: ich werde im Zuge eines Konflikt um Barrierefreiheit mit einer Schaffnerin aus einem ICE ohne Mobilitätshilfe in schmerzhafter Art und Weise geworfen. Es existiert ein Video (CN: Gewalt! Ableismus!) von diesem Vorfall. Dort erläutere ich den Kontext näher. Die Graswurzelrevolution veröffentlichte zudem ein Interview", berichtet Cécile Lecomte in ihrem Blog.

Cécile Lecomte berichtet weiter in ihrem Blog: „2024: meine Klage gegen die Deutsche Bahn läuft. Ich verlange Schmerzensgeld nach dem allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (also wegen der Diskriminierung). Ich habe über das Geschehen vorgetragen und Beweismittel angeboten (u.a. Zeugenaussage, Bildmaterial, Ortsbegehung). Es gab dann Schriftwechsel mit Stellungnahmen der Bahn via ihrem Anwalt. Ich veröffentliche Auszüge aus der jüngsten Stellunganhme des Anwaltes, der sowohl die DB Fernverkehr AG als auch die DB Station und Service vertritt. Das Offensichtliche wird darin geleugnet, die Stellunghame strotzt von Ableismus, victimblaming, Täter-Opfer Umkehr sowie Unkenntnis von den Abläufen für Reisende mit Rollstuhl und Unkenntnis (oder nicht wissen wollen) der Rechte von Menschen mit Behinderung (u.a. UN-BRK ).“

(kein) hublift und (nicht) behindertengrechter Ausstieg

„Bei der Klage geht es darum, dass die Schaffnerin einen Ausschluss von der Fahrt ausgesprochen hat, ohne dafür Sorge zu tragen, dass ein behindertengerechter Ausstieg für eine Rollstuhlfahrerin erfolgen kann, denn es wurde kein Hublift zur Verfügung gestellt (daher richtet sich die Klage auch gegen die DB Station Service, die für Mobilitätshilfe zuständig ist). BahnAnwalt bestreitet, dass ein Hublift für den Ausstieg als Rollstuhlfahrerin und Gehbehinderte mit Schwerbehindertenausweis notwendig ist. (ist nur für Rollstuhl da, ohne Mensch drauf???) – und dass das Zerren an den Gelenken schmerzhaft und gefährlich ist (bei einer schwerbehinderten Person!) bestritten wird auch, dass Aufstehen ohne Hilfe nicht geht (???)“, berichtet Cécile Lecomte weiter.

Link zu weiteren Information von Cécile Lecomte