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Mangel an bezahlbarem barrierefreien Wohnraum verhindert Inklusion

Foto des Roten Rathauses mit seinem Turm aus rotem Backstein und der Berliner Flagge auf der Spitze
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Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Bis zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai ist es ja nicht mehr lange hin. „Höchste Zeit, um im Jahr des 15-jährigen Jubiläums der UN-Behindertenrechtskonvention ihre praktische Umsetzung mit noch größerer Schlagkraft einzufordern“, stellt die Landesvorsitzende des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) in Berlin, Ursula Engelen-Kefer, fest

Ein besonderer Schwerpunkt sind die hohen Steigerungen für Mieten sowie Mietnebenkosten. Wohnen ist eines der entscheidenden sozialen Probleme bis weit in die Mitte der Gesellschaft geworden. Dies gilt in besonderem Maße für Berlin als Mieterstadt für über 80 Prozent der Bevölkerung. Besonders negativ betroffen sind Menschen mit Behinderungen und häufig in höherem Lebensalter. Dies gilt bei der Suche nach barrierefreien Wohnungen, aber auch für den Verbleib in der gewohnten Wohnumgebung. „Alarmierend ist die weitere Verschärfung des Mangels an barrierefreiem Wohnraum, wenn die Generation der Babyboomer in den Ruhestand geht“, warnt Ursula Engelen-Kefer.

„Die Politik ist gleich mehrfach gefordert“, so Engelen-Kefer. Die Bauordnung für Berlin ist an die steigenden Bedarfe nach Barrierefreiheit anzupassen, und die Kontrollen sind zu verstärken. Die Bezirke müssen das bereits seit langem ausstehende Kataster für Wohnraum mit Barrierefreiheit schaffen. Der Anachronismus der Rückbauverpflichtung auf Kosten des Mieters ist endlich zu beseitigen. „Diese Verpflichtungen sind unverzüglich in die Kooperationsvereinbarung des Senats mit den landeseigenen Wohnungsunternehmen aufzunehmen“. verlangt die SoVD-Landesvorsitzende.