Menu Close

Protest gegen Rechtsextremismus inklusiv gestalten

Tipps für Demos für alle
Tipps für Demos für alle
Foto: NetzwerkBüro Frauen und Mädcchen NRW

Münster (kobinet) Das NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW setzt sich dafür ein, dass die Protestaktionen gegen Rechtsextremismus inklusiv gestaltet werden und macht Vorschläge, wie dies organisiert werden kann. "Auch Menschen mit Behinderung wollen verstehen, was derzeit diskutiert wird, und wollen sich politisch gegen Rechtsextremismus engagieren", betonte Dr. Monika Rosenbaum vom Netzwerkbüro.

„Wer den Anlass für die aktuellen Demonstrationen verstehen will, kommt nicht um die Recherchen von correctiv umher. Im Internet gibt es dazu den langen Artikel ‚Geheimplan gegen Deutschland‘. Dieser liegt schon in Leichter Sprache vor, als Audio-Datei der Originalfassung sowie in mehrere Sprachen übersetzt. Eine DGS-Übersetzung ist in Arbeit. Alle verschiedenen Versionen sind über diesen Link erreichbar: https://correctiv.org/aktuelles/neue-rechte/2024/01/10/geheimplan-remigration-vertreibung-afd-rechtsextreme-november-treffen/„, berichtet Dr. Monika Rosenbaum.

Einige Bedarfe und Wünsche von Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen, die sich gern gegen Rechtsextremismus engagieren wollen, hat in den letzten Tagen das Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW gesammelt und veröffentlicht:

– Denken Sie bei der An- und Abfahrt an Menschen mit Behinderung, die Parkmöglichkeiten oder genug Patz im ÖPNV benötigen.

– Planen Sie die Demoroute so, dass sie für alle zugänglich ist – z.B. auch mit Rollstuhl oder Rollator. Kopfsteinpflaster möglichst vermeiden.

– Sichern Sie einen Bereich vor der Bühne mit ausreichend Platz.

– Bieten Sie Klappstühle und Rollstühle zur Ausleihe an, um Menschen, die nicht lange stehen können, zu unterstützen, sowie Ohrstöpsel für Menschen, die schnell überreizt sind.

– Stellen Sie Toiletten bereit, barrierefrei und gut erreichbar.

– Bieten Sie für Menschen mit besonderen Gesundheitsrisiken, wie z.B. Immunschwäche, einen Soli-Block mit Maskenpflicht an.

– Sorgen Sie für eine gute Akustik.

– Stellen Sie Gebärden-Sprach-Dolmetschung bereit.

– Beschreiben Sie in den Reden immer wieder für Sehbehinderte, was gerade zu sehen ist.

– Bieten Sie einen Live-Stream (oder eine Online-Demo) für diejenigen, die nicht persönlich teilnehmen können.