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VDAB sieht langes Dilemma der Pflege

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Foto: VDAB

BERLIN (kobinet) Ausgehend von der aktuellen Analyse des Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kommt der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) zu der Feststellung, dass die Zahl der Mitarbeitenden in der ambulanten und stationären Langzeitpflege stagniert. Gleichzeitig ermittelt das Statistische Bundesamt, so der VDAB, einen aktuellen Bedarf von 943.000 Pflegekräften, der in den nächsten 25 Jahren auf 1.341.000 Pflegekräfte ansteigen wird.

Die Zahlen machen nach den Worten von VDAB-Bundesgeschäftsführer Thomas Knieling abermals das Dilemma deutlich, in dem wir in der professionellen Pflege schon seit einigen Jahre stehen. Schon jetzt können nicht alle Stellen in stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten besetzt werden. Und Knieling schlussfolgert: „Mit dem weiter steigenden Pflegebedarf und der Umsetzung des neuen Personalbemessungsverfahrens wird sich die Lage noch weiter zuspitzen, weil sich die Personallücke nicht schließen, sondern weiter vergrößern wird.“

Diese Entwicklung wird sich, so die mahnenden Worte des VDAB, unweigerlich negativ auf die flächendeckende Versorgungssicherheit, aber auch auf die wirtschaftliche Situation der Pflegeunternehmen auswirken, da sie ihre Versorgungskapazitäten ohne ausreichend Personal nicht ausschöpfen können