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Unsere Gesellschaft braucht jedes Talent

Portrrait des thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow
Ministerpräsident Bodo Ramelow
Foto: Delf Zeh

ERFURT(kobinet) Vom 29. Januar bis zum 2. Februar finden in Thüringen die Special Olympics Nationalen Spiele Thüringen 2024 statt. Im Auftrag von Special Olympics Deutschland hat Hartmut Augustin mit dem Schirmherrn dieses Ereignisses, Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow gesprochen.

Bereits auf die Frage, ob es zu den Special Olympics genug Schnee in Thüringen geben wird, konnte Bodo Ramelow beruhigen. Er stellte dazu fest: „Wir haben unsere Sportanlagen in Oberhof so gebaut und saniert, dass sie jederzeit nutzbar sind. Wir sind also gut vorbereitet. Ich gehe davon aus, dass es Schnee gibt und es weiß sein wird. Selbst wenn wir künstlichen Schnee brauchen, achten wir auf CO2-Neutralität und setzen für die Schneekanonen regenerative Energie ein. Also, wir haben ein gutes Gewissen mit Blick auf die Winterspiele.“

Die Aufgabe des Schirmherrn zu übernehmen, ist für Thüringens Ministerpräsident, wie er in diesem Gespräch betonte, eine Selbstverständlichkeit und entspricht seiner Grundüberzeugung. „Unsere Gesellschaft braucht jedes Talent“, betonte Ramelow und fuhr zu dieser Frage fort: „Ich unterscheide nicht danach, ob jemand eine Behinderung hat oder nicht. Sondern nur danach, welches Talent jemand hat“.

Auch zu der Frage wie es in Thüringen um die Teilhabe von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung steht hatte Bodo Ramelow in diesem Gespräch Standpunkt bezogen und erklärt: „Das ist ein permanenter Lernprozess für die gesamte Gesellschaft. Um es ganz deutlich zu sagen: Inklusion ist für mich kein Ideologieprojekt, sondern muss immer Teil unserer Gesellschaft sein. Niemand darf ausgegrenzt werden. Das ist sehr wichtig. Deshalb sind Inklusionsbetriebe und die Kooperation verschiedener Partner ein zentraler Schlüssel in diesem Lernprozess. Dass es funktionieren kann, dafür haben wir schon sehr gute Beispiele in unserem Land.“

Bei dem größten inklusiven Sport-Event in Deutschland im Jahr 2024 gehen 900 Athletinnen und Athleten mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung gehen in zehn Sportarten in Oberhof, Erfurt und Weimar an den Start. Thüringen hat, auch nach Bodo Ramelows Worten, den Ehrgeiz, die erste Wahl bei Sportwettbewerben zu sein. Dass Thüringen das ist, das will es nun auch bei diesen Winterspielen wieder zeigen.