
Foto: BSK
Krautheim (kobinet) Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) unterstützt die Kritik des Bundesbehindertenbeauftragten Jürgen Dusel bezüglich der geringen Beschäftigung behinderter Akademiker*innen. Die Bundesvorsitzende des BSK, Verena Gotzes, unterstreicht die Einschätzungen von Jürgen Dusel. Sie betonte, dass Menschen mit Beeinträchtigungen häufig benachteiligt werden, obwohl sie viele Arbeitsplätze ausgezeichnet ausfüllen könnten. Sie verweist dabei auf die strukturelle Benachteiligung, die auch in Studien deutlich wird.
„Der dritte Teilhabebericht der Bundesregierung zeigt, dass 43 Prozent der Menschen mit Beeinträchtigungen kein Geld sparen oder zurücklegen können, im Vergleich zu 28 Prozent bei Menschen ohne Beeinträchtigungen. Dies führt zu einer signifikanten ökonomischen Ungleichheit“, betonte Verena Gotzes. Die BSK-Bundesvorsitzende hebt weiter hervor, dass Menschen mit Beeinträchtigungen eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Fachkräftemangel spielen könnten. Trotz eines leichten Rückgangs des Fachkräftemangels, wie eine KfW-Auswertung zeige, bleibe das Problem bestehen, besonders in Bereichen wie Steuerberatung, Architektur, Gastronomie und Einzelhandel. „Es ist an der Zeit, dass wir die Fähigkeiten und das Potenzial von Menschen mit Beeinträchtigungen anerkennen und nutzen“, erklärte Verena Gotzes.
Link zum kobinet-Bericht vom 3. Januar 2024 über die Kritik von Jürgen Dusel





Das ist doch schon seit Jahrzehnten so: war nach Studiumende 1981 selbst davon betroffen – politisch tat sich bislang nichts dagegen, durch alle Regierungen hinweg! Da ist auch das neue „Gesetz zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarktes“ inhaltlich eine totale Mogelpackung und daher noch viel weniger als halbherzig gemacht – alles gemäß dem Motto: „Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass!“