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Soziale Arbeit und Digitalisierung

Digitalisierung von Kunstwerken - offener Ansatz von Anna Lena Schiller für die Universität Hamburg

HEILBRONN (kobinet) Der duale Masterstudiengang Digitalisierung in der Sozialen Arbeit am DHBW Center for Advanced Studies (DHBW CAS) widmet sich der Frage, wie man Soziale Arbeit mit digitalen Mitteln unterstützen kann. Mit Blick auf den Fachkräftemangel besteht aus Sicht des DHBW CAS dringender Bedarf, doch die Fachwelt reagiert zögerlich. In der vergangene Woche hatte bereits das zweite Barcamp stattgefunden, in dem mit Teilnehmerinnen und aus der Branche über die aktuellen Möglichkeiten der Digitalisierung in ihrem Berufsalltag gesprochen wurde.

„Wir können Soziale Arbeit in einer digitalen Welt nicht mehr nur analog denken“, fasst Prof. Dr. Michael Batz, Wissenschaftlicher Leiter des Studiengangs, die Situation zusammen. „Leider wird die Digitalisierung in der Fachwelt häufig immer noch misstrauisch begutachtet und als Bedrohung für die zwischenmenschlichen Beziehungen angesehen. Dabei ist das Gegenteil der Fall.“ Denn Digitalisierung in der Sozialen Arbeit soll vor allem als Mittel zum Zweck dienen und die Fachkräfte bei ihrer Arbeit unterstützen sowie neue Wege eröffnen, die Menschen in einer digitalisierten Welt mit den Angeboten der Sozialen Arbeit zu erreichen. Daher stellt die Digitalisierung in der Sozialen Arbeit keine Bedrohung dar, sondern ist vielmehr ein Instrument, um die Zwischenmenschlichkeit zu stärken und zu erweitern.

Wie das konkret aussehen kann, haben die Teilnehmenden im zweiten Barcamp zur Digitalisierung in der Sozialen Arbeit besprochen. Das offene Format lebt von den Teilnehmenden und wird aktiv von diesen gestaltet.

Aus dem Kreis der Teilnehmenden ist die Resonanz durchweg positiv. „Das Format trifft absolut den Kern der Zeit“, sagt Hanna Farnschläder, duale Masterstudentin im 3. Semester, die in der Öffentlichen Eingliederungshilfe der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises tätig ist. Sie findet: „Viele Themen und Vorträge entstehen per Zufall im Gespräch und decken somit viele Facetten ab, die mit einem festen Vortragsprogramm nicht abbildbar wären. Barcamp und Masterstudiengang gleichermaßen passen gut zu den Herausforderungen der Zukunft und zeigen auf, wie Digitalisierung in den Berufsalltag eingegliedert werden kann.“