
Foto: Ellen Romberg
Brühl (kobinet) Die erste Peer Qualifizierungsreihe unter dem Motto "Wie ich bin - bin ich gut“ am Friedensbildungswerk Köln, die von Martina Bünger und Ellen Romberg entwickelt und umgesetzt wurde, ist am 21. Oktober 2023 in Brühl mit Erfolg zu Ende gegangen. Dies geht aus einem Bericht über die von der Kämpgen Stiftung geförderte Qualifizierung hervor, den Ellen Romberg den kobinet-nachrichten zugesandt hat.
„14 Teilnehmer*innen mit verschiedenen Beeinträchtigungen und Angehörige von Kindern mit Behinderung haben nach 15 Monaten Qualifizierung ein Zertifikat zur Peer Beraterin erhalten. Dafür haben die Teilnehmer*innen viel vor Ort gelernt, in Kleingruppen erarbeitet, in Rollenspielen erprobt, durch unterschiedliche Methoden verinnerlicht und ihren Lernerfolg in einer individuellen Abschlussarbeit präsentiert. Die Teilnehmer*innen spüren die Auswirkungen der Peer Qualifizierung bereits in ihrem Arbeits- und Lebensalltag. Bettina A. berichtet ‚Ich habe nach der Qualifizierungsreihe Beratungen von mir umgestellt und damit fühle ich mich sehr wohl‘. Bianca K. beschreibt ihren Perspektivwechsel als Mutter eines behinderten Kindes, ‚es hat sich unheimlich viel getan, privat und beruflich‘. Sie sind offener im Kontakt, die Qualifizierung hat geholfen, das eigene Verhalten zu reflektieren, Beratungssitzungen gelingen besser und es fällt vielen nun leichter, eigene Grenzen zu erkennen und diese auch zu setzen, so beschreibt es auch Ilona F. ‚Grenzen zu setzen fällt mir jetzt leichter und ich bin sicherer geworden'“, heißt es im Bericht von Ellen Romberg.
Auch konnten neue und tiefere Zugänge zu anderen Behinderungsformen erworben werden. So berichtet Stefanos D. „Es war ein tolles Jahr und es ist großartig, die Entwicklung der Anderen zu sehen“ und stellt für alle nochmal die Frage in den Raum „Welche Wege wollen wir gehen, um gutes gesellschaftliches Leben in Zukunft gemeinsam möglich zu machen?“ Behinderung nicht nur als Defizit zu sehen, sondern auch die eigenen Fähigkeiten und Stärken zu reflektieren und zu kennen, stärkt für das eigene Leben und dies kann als Peer Berater*in zukünftig genutzt werden. So berichtet Monika E., „ich bin stolz, dass durch die Arbeit in unseren Verein, Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen gut in ihrem Leben angekommen sind“.
„Es war ein sehr emotionales letztes Modul! ‚Menschen zu helfen und zu beraten macht mir Freude und ich bin stolz, was wir hier zusammen gelernt und erarbeitet haben‘, einte die Teilnehmenden an diesem letzten Tag der Qualifizierung. Wir werden im nächsten Jahr mit einer Coaching Gruppe für Peer Berater*innen und EUTB Berater*innen weiter machen. Die zweite Qualifizierungsreihe zur Peer Berater*in hat im September 2023 in Dortmund begonnen. Auf Nachfrage ist ein Einstieg noch möglich“, heißt es im Bericht von Ellen Romberg.




