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Dresdener Behindertenbeirat setzte Themenschwerpunkte

Klausur des Dresdener Behindertenbeirats
Klausur des Dresdener Behindertenbeirats
Foto: Behindertenbeirat Dresden

Dresden (kobinet) Vor kurzem trafen sich im Neuen Rathaus der sächsischen Landeshauptstadt Dresden Mitglieder des Beirats für Menschen mit Behinderungen mit der Beauftragten für Menschen mit Behinderungen und Senior/innen zu einem Austausch und zur Entwicklung von Schwerpunktthemen für die weitere Arbeit. "Wir treffen uns erstmalig zu einer Klausur. Ziel ist es, neben der Auffrischung des Wissens über die Rechte und Pflichten eines Beirats, gemeinsam Themen und Bedarfe, an denen der Beirat arbeiten wird, zu gewichten.“ sagte die Vorsitzende, Beate Kursitza-Graf, zu Beginn der Sitzung.

Als beratendes Gremium gibt der Beirat Empfehlungen ab, die der Stadtrat dann bei Beschlüssen berücksichtigen kann. So hat der Beirat beispielsweise darum gekämpft, dass der Dresdener Altmarkt eine barrierefreie Pflasterung erhält oder das im Toilettenkonzept eine „Toilette für Alle“ mitgedacht wird.

Der Beirat setzt sich kurzfristig für die Erhaltung des Mobilen Begleitservice MoBs ein und wird langfristig die Absicherung bedarfsgerechter Begleitservices unterstützen. Der Beirat fordert zudem eine Änderung der Hauptsatzung und Geschäftsordnung, damit er zukünftig nicht nur beraten, sondern Politik aktiv mitgestalten kann. Hauptarbeitsthemen für diese und die nächste Amtszeit sind bezahlbares Wohnen im Quartier, Hinwirken auf eine visionäre Sozialplanung und eine durchgängige Barrierefreiheit aller Dokumente und Informationen aus der Stadtverwaltung. Der Beirat will zudem in der Öffentlichkeit sichtbarer und ansprechbarer sein.

Manuela Scharf, Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der sächsischen Landeshauptstadt Dresden sagte: „Es war ein konstruktiver Austausch. Der Beirat ist für mich als Beauftragte ein wichtiger Partner. Mit ihm gemeinsam können wir die Stadt inklusiver gestalten. Klar ist, dass es auch mehr Öffentlichkeitsarbeit braucht, damit die Dresdnerinnen und Dresdner mit Behinderungen wissen, dass es hier eine Anlaufstelle gibt, die sich für ihre Rechte einsetzt.“

Der Beirat für Menschen mit Behinderungen der Landeshauptstadt Dresden ist ein beratendes Gremium des Stadtrates nach der Sächsischen Gemeindeordnung. Die Mitglieder sind Vertreterinnen und Vertreter der Stadtratsfraktionen sowie sachkundige Einwohnerinnen und Einwohner Dresdens. Der Beirat engagiert sich im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention, die Rechte der Menschen mit Behinderungen auf kommunalpolitischer Ebene zu vertreten. Die Sitzungen des Beirats sind öffentlich, heißt es in der Presseinformation zur Klausurtagung des Beirats.