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Sozialverband warnt vor steigender Energiearmut

Zeichnung eines kleinen Ofens mit Kochplatte und Ofenrohr
Heizen und Kochen ist lebenswichtig
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

DÜSSELDORF (kobinet) Ausgehend von einer aktuelle Studie verweist der Sozialverband VdK in Nordrhein-Westfalen darauf, dass einkommensschwache Haushalte auch den kommenden Winter staatlich gestützt werden müssen. Die Temperaturen sinken, aber die Energiepreise explodieren. Der Sozialverband sieht vor allem einkommensschwache Haushalte in die Armutsfalle rutschen und fordert die Politik auf, vor der drohenden Kältewelle effektive Maßnahmen zu ergreifen.



„Diese Menschen müssen dauerhaft vor künftigen Energiepreisschocks geschützt werden“, sagt der Vorsitzende des VdK-Landesverbandes, Horst Vöge. „Wer wenig verdient, wohnt laut aktueller Studie des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen meist zur Miete und kann damit nicht über eine Heizungsart entscheiden. Außerdem werden Mietwohnungen häufiger mit Energieträgern beheizt, die in Krisenzeiten einen besonders hohen Preisanstieg erfahren haben.“

Ein guter Ansatz sei nach seinen Worten die Kampagne „Wohngeld-Plus – Sorgenfreier Wohnen“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. „Allerdings müssen diese Informationen auch die Menschen erreichen, die anspruchsberechtigt sind. Viele wissen gar nicht, dass sie einen Antrag stellen können“, mahnt Horst Vöge. Er fordert Info-Busse in besonders von Armut bedrohten Regionen, wie etwa im Ruhrgebiet, wo die Armutsgefährdungsquote im Schnitt bei 22 Prozent liegt.

Zusätzlich sollte nach Ansicht des Sozialverbands VdK das Klimageld so ausgestaltet werden, dass es auf eine hohe Akzeptanz und Sichtbarkeit in der Bevölkerung stößt – etwa in Form einer monatlichen Auszahlung.