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HÜRTH (kobinet) Bezüglich der aktuellen Lage und der Zukunft der sozialen Infrastruktur bei rechtlich verankerten Teilhabenotwendigkeiten und Möglichkeiten für Menschen in Nordrhein-Westfalen sieht die Lebenshilfe dieses Bundeslandes vielfältige Probleme. Nach Einschätzung dieses Verbandes ist die Lage in der Eingliederungshilfe als angespannt zu bewerten.
Aus Sicht der Lebenshilfe Nordrheinwestfalen sind vor allem Entscheidungen erforderlich, welche folgendes gewährleisten:
- Es darf keine Kürzungen von Mitzuschüssen für Kitas geben, wenn Gruppen wegen der Aufnahme von Kindern mit Behinderung oder wegen des akuten Personalmangels verkleinert werden. Inklusive Kitas sind vollumfänglich zu finanzieren.
- Personalmangel führt schon heute zu reduzierten Angeboten für Menschen mit Behinderung. Um den Fachkräftemangel in der Eingliederungshilfe aufzufangen, werden dringend niederschwellige anerkannte Qualifizierungen für Quereinsteiger benötigt.
- Ebenso muss die Finanzierung von Ersatzschulen für die Ausbildungsgänge der Heilerziehungspflege, Sozialassistenzen und Erzieherinnen und Erzieher verbessert werden. Diese Fachkräfte werden in der Eingliederungshilfe noch dringender benötigt als klassische Pflegekräfte.
- Menschen mit Behinderung benötigen ein Budget für Bildung, damit sie Angebote der Erwachsenenbildung wirklich wahrnehmen können. Derzeit wird ihr individueller Assistenzbedarf und der oft hohe Aufwand zu den Bildungsangeboten zu kommen an keiner Stelle berücksichtigt oder aufgefangen.
- Die Lage am Wohnungsmarkt ist allgemein angespannt, die größten Opfer dieser Situation sind Menschen mit Behinderung bereits jetzt. Sie haben es ohnehin schwer, Wohnraum – insbesondere barrierefreien Wohnraum – für sich zu finden.
- Für Anbieter muss dringend die Bürokratie in den Genehmigungsverfahren von Bauprojekten insbesondere der Eingliederungshilfe reduziert werden.




