
Foto: all in
Würzburg (kobinet) "All in - weil Inklusion ein Menschenrecht ist". Diesen Namen hat sich eine Gruppe frischgebackener Absolvent:innen des Sonderpädagogik-Lehramtsstudiums der Julius-Maximilians-Universität Würzburg gegeben, die sich für Inklusion engagiert. Eigentlich sollte ihr Weg nun ins Referendariat führen. Leider verletze Bayern jedoch das Menschenrecht auf inklusive Bildung, indem das Land zwar für Inklusion im Bildungssektor plädiere, diese jedoch nur scheinbar umsetze und durch trügerische Maßnahmen aktiv verhindere. Dieses exkludierende Schulsystem wollen die Mitglieder der Gruppe nicht als Lehrpersonen unterstützen, heißt es in einer entsprechenden Mail an die kobinet-nachrichten.
„Nicht zuletzt aufgrund des – medial aktuell hoch diskutierten – Lehrkräftemangels an bayerischen Sonderschulen sehen wir uns in der Lage und damit auch in der Pflicht, die Bevölkerung über die Versäumnisse der bayerischen Bildungspolitik aufzuklären und für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention einzustehen“, heißt es vonseiten der Gruppe All in. Und weiter: „Um dies zu erreichen, haben wir ein Kollektiv gegründet, welches sich medial Aufmerksamkeit verschaffen möchte. Wir haben das Kultusministerium in einem direkten Brief mit unseren Gedanken konfrontiert und stehen aktuell mit verschiedenen Politiker:innen, Wissenschaftler:innen, Initiativen, aber auch Selbstvertreter:innen im Austausch zur Umsetzung schulischer Inklusion in Bayern. Weiterhin informieren wir über Instagram (https://www.instagram.com/all_in.clusion/) und eine Homepage (https://all-in-clusion.de/) darüber, was die UN-BRK fordert, thematisieren die Missstände in Bayern und stellen klar, dass die Frage nach Inklusion kein ‚ob‘, sondern ein ‚wie‘ bedeutet.“
Mittlerweile haben bereits die Zeitungen „Mainpost“ und „Augsburger Allgemeine“ über die Initiative berichtet.




