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Erleichterungen zur Einstellung behinderter Menschen in Berlin

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Berlin (kobinet) Ab sofort können Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung einfacher in der Berliner Verwaltung tätig werden. Ob in einem Bezirk, einer nachgeordneten Dienststelle wie dem LAGeSo oder in einer Senatsverwaltung – bislang musste immer eine entsprechende vakante Stelle vorhanden sein, um zum Beispiel eine Person aus einer Werkstatt für behinderte Menschen im Land Berlin zu beschäftigen. Dies ist nun anders. Gibt es einen Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung oder einer sogenannten Gleichstellung, so kann der Arbeitgeber im öffentlichen Dienst diese Person ohne vorhandene Stelle und ohne freie Mittel beschäftigen. Dieses Beschäftigungsverhältnis ist vorerst auf bis zu zwei Jahre befristet, ermöglicht in dieser Zeit jedoch das Finden einer freien Stelle und eine fundierte Einarbeitung. Ziel ist es, ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis zu schaffen, heißt es in einer Presseinformation der Berliner Finanzverwaltung.



Alternativ sei es auch möglich, Menschen einen sogenannten ausgelagerten Arbeitsplatz über die Inklusionsmittel zu finanzieren. Im kommenden Doppelhaushalt 2024/2025 werden die entsprechenden Mittel zur Verfügung stehen.

Finanzsenator Stefan Evers wirbt mit einem Rundschreiben an die Berliner Verwaltung: „Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, mehr Menschen mit Schwerbehinderung zu beschäftigen und wirken darauf hin, dass die Inklusionsmittel künftig in größerem Maße abgerufen werden. Das Land Berlin muss auch in Zukunft ein attraktiver Arbeitgeber bleiben — für alle Menschen.“

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2 Lesermeinungen
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Sabrina Mevis
22.08.2023 10:42

Ich habe von mehreren Blinden aus Berlin gehört, dass es da mit der Nutzung assistiver Technologien schwierig ist: Einmal wegen der langsamen IT, andererseits wegen Sicherheitsstrukturen, welche den Zugriff auf bestimmte Systeme erschweren, ich nenne mal keinen Produktnamen, aber Eingeweihte wissen, was ich meine. Leider ist da Berlin nicht alleine, aber das ist schon ein erhebliches Problem.

Marion
Antwort auf  Sabrina Mevis
22.08.2023 11:19

Oft aber auch das Problem „alter Software“. Nehmen wir mal das Betriebssystem aus Redmond – in sich gut und sehr gute Möglichkeiten für Menschen mit Einschränkungen, aber auch nur dann, wenn man mit aktuellen Version arbeitet. Gerade bei Behörden, ist das aber schwierig, da Änderungen an der IT oft auch neue Zertifizierungen notwendig machen, die meist viele Jahre dauern und sehr viel Geld kosten.

Mit anderen Betriebssystemen, die an Bäumen wachsen, die da vielleicht noch ein wenig besser sind, wird es dann meist schwierig, da diese nicht einmal Sicherheitsstandards erfüllen können, die in sicheren Umgebungen erforderlich sind.