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Flächendeckenden Ausbau der Angebote zur Anschlussbetreuung Jugendlicher gefordert

Sommerakademie Grüne Jugend von zeitrafferin

STUTTGART (kobinet) Anlässlich des gestrigen Tages der Jugend macht DER PARITÄTISCHE Baden-Württemberg darauf aufmerksam, dass junge Menschen, die in einer Jugendhilfeeinrichtung oder Pflegefamilie aufwachsen, diese in der Regel mit 18 und spätestens 21 Jahren verlassen müssen. Diese sogenannten "Care Leaver", welche die Pflege verlasen, haben zwar rechtlich einen Anspruch auf Nachbetreuung. Aber es fehlt vielerorts noch an der notwendigen Unterstützung. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg und Jugendhilfeträger fordern den konsequenten flächendeckenden Ausbau der Unterstützungs- und Beratungsangebote für Care Leaver im Land.

Das erleichtere den Weg in die Selbstständigkeit und sichere auch die Zukunftschancen dieser jungen Menschen, so die Verbände.

Barbara Brüchert, Bereichsleitung Jugend und Bildung beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg unterstreicht in diesem Zusammenhang: „Care Leaver haben in der Regel massive Einschnitte in ihrem Leben erfahren, Beziehungsabbrüche erlebt und verfügen häufig über keine tragfähigen familiären und sozialen Netzwerke. Deshalb ist es besonders wichtig, dass sie beim Start in ein selbständiges Leben gute Bedingungen vorfinden. Dazu braucht es den flächendeckenden Ausbau von Beratungs- und Anlaufstellen sowie bedarfsgerechte Hilfs- und Unterstützungsangebote, die in gemeinsamer Verantwortung von Jugendhilfeträgern und Jugendamt vor Ort vorgehalten werden.“