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Pride Parade sucht Vorschläge für Glitzerkrücke

Banner der Pride Parade in Berlin
Banner der Pride Parade in Berlin
Foto: Pride Parade Berlin

Berlin (kobinet) "Und endlich kann sie wieder verliehen werden: Die GLITZERKRÜCKE!!! Nachdem die Glitzerkrücke nun über ein Jahr nicht verliehen werden konnte, soll sie dieses Jahr wieder - mit eurer Unterstützung - gekürt werden! So steht sie nun hier bei uns in der Paradenzentrale: Die wunderschöne, mit Glanz und Glitzer versehene Krücke. Diese begehrte Trophäe können nicht alle haben. Sie ist vorgesehen für Vereine / Unternehmen / Institutionen / Gesetze, die sich auf besonders negative Weise darin hervorgetan haben, Behinderte und Verrückte weiter auszugrenzen oder zu benachteiligen. Um diese zu finden, brauchen wir wieder eure Hilfe: schreibt uns bitte eure Vorschläge, wer die glitzernde Krücke dieses Jahr bekommen soll." Mit diesen Worten kündigen die Organisator*innen der diesjährigen Pride Parade, die am 9. September 2023 wieder unter dem Motto "Behindert und verrückt feiern" in Berlin stattfindet, die Ausschreibung für Vorschläge für die Glitzerkrücke an.



Wem ist es besonders zu verdanken, dass die Gesellschaft nicht von Behinderten und Verrückten gestört wird (sei es in der Nachbarschaft, Verkehrsmitteln oder Freizeitorten)?

Wer hat besondere wirtschaftliche Errungenschaften durch den geschickten Einsatz behinderten Humankapitals erzielt?

Wo finden Behinderte, chronisch oder “psychisch Kranke” trotz ihres schweren Schicksals besondere Erwähnung? Wo werden diese Helden des Mitleids hervorgehoben? Welche Werbung war so speziell, dass ihr sie nicht mehr vergessen könnt?

Diese Fragen gibt das Organisations-kommittee für Vorschläge für die Glitzerkrücke an die Hand. „Schickt uns bis 13.8. eure Vorschläge per Mail an [email protected] oder kommentiert auf Facebook und co. Aus den drei empörendsten Vorschlägen könnt ihr dann – live – auf der Parade abstimmen, wer sich dieses Jahr unsere Glitzerkrücke verdient hat“, heißt es in der Ankündigung der Aktion.

radio dreieckland hat übrigens vor kurzem ein knapp zehnminütiges Interview mit dem „behindert und verrückt Bündnis“ anlässlich der Pride Parade in Berlin veröffentlicht

Link zum Interview