
BERLIN (kobinet) Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD) unterstützt das gestern veröffentlichte Positionspapier des Inklusionsbeirates bei dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen zum Aktionsplan für ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen und fordert dringende Maßnahmen um ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen für Menschen mit Behinderung sowie alle Menschen umzusetzen.
Die bisherige Umsetzung des inklusiven Gesundheitswesens ist aus dem Blickwinkel dieses Verbandes zweifellos ein wichtiger Schritt in Richtung sozialer Gerechtigkeit und gleicher Gesundheitschancen für alle. Dennoch, so wird seitens des ABiD betont, stehen wir noch immer vor vielen Herausforderungen auf dem Weg zu einer wirklich inklusiven Gesundheitsversorgung.
Positiv wird vom ABiD her angemerkt, dass schon einige Maßnahmen ergriffen wurden, um den Zugang zur Gesundheitsversorgung für marginale Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Programme zur finanziellen Unterstützung, Präventionskampagnen und die Förderung von Gesundheitsaufklärung haben dazu beigetragen, die Gesundheitsdisparitäten zu verringern. Die Integration von Dolmetschern und sensibilisiertem Personal hat auch die Kommunikation zwischen Gesundheitsdienstleistern und den Menschen erleichtert.
Jedoch sieht der Allgemeine Behindertenverband Deutschland auch noch viele Defizite. Eine der größten Herausforderungen ist nach seiner Einschätzung die nach wie vor ungleiche Verteilung von Ressourcen. Inklusives Gesundheitswesen erfordert, so betont der ABiD, eine ausreichende Finanzierung, um sicherzustellen, dass alle Menschen Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsdienstleistungen haben. Leider sind in einigen Regionen immer noch Engpässe und unzureichende Mittel ein Hindernis für eine gleichberechtigte Versorgung.
Des Weiteren müssen auch die Sensibilisierung und Ausbildung im Gesundheitswesen weiter verbessert werden.




