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Weniger Auszubildende in der Pflege

Die Hand einer älteren Person wird von der Hand einer jüngeren Person gehalten
Gute Pflege braucht ausreichend gute Pflegende
Foto: Pixabay/PublicDomainPictures

DÜSSELDORF (kobinet) Im Jahr 2022 sind nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) mit 52.1000 Auszubildenden deutlich weniger Menschen in eine Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann gestartet als im Vorjahr. Damit sank die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der Pflege gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent - in Nordrhein-Westfalen sogar um neun Prozent. Gleichzeitig wird der Bedarf an Pflegekräften in den kommenden Jahren deutlich steigen.



Wie das Statistische Bundesamt bereits Ende März des Jahres mitteilte, wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland durch Alterung der Gesellschaft bis 2050 um 37 Prozent zunehmen – laut Pflegemodellrechnung des Statistischen Landesamts werde es in Nordrhein-Westfalen dann 1,6 Millionen Pflegebedürftige geben (derzeit 1,19 Millionen).

„Damit sind die politischen Bestrebungen und Beteuerungen der Politik, die Attraktivität des Pflegeberufes und die Zahl der Auszubildenden zu steigern, erneut ins Leere gelaufen. Zudem wandern durch die 2020 eingeführte generalistische Ausbildung in der Pflege Fachkräfte in die Krankenhäuser ab. Das verschärft die Situation im Pflegesektor und Pflegebedürftige und ihre Angehörigen haben weiter das Nachsehen. Fachkräftesicherung sieht aus unserer Sicht anders aus – rote Karte für die politisch Verantwortlichen“, betont der Landesvorsitzende des VdK NRW, Horst Vöge.