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BERLIN (kobinet) Anlässlich des morgigen Tages der Pflege fordert die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) die Bundesregierung auf, die dramatische Situation in der Pflege endlich ernst zu nehmen und mit einer wirklichen Reform der Pflegeversicherung darauf zu reagieren. Eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung wird zwar seit Jahren diskutiert, doch das Pflege-Unterstützungs- und Entlastungsgesetz (PUEG), das vom Bundesgesundheitsministerium vorgelegt wurde und am 12. Mai 2023 in erster Lesung in den Bundesrat gebracht wird, ist weit von einer solchen Reform entfernt.
Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland steigt jedes Jahr weiter an. Ende 2022 lebten rund 4,1 Millionen Pflegebedürftige zu Hause, weitere 800.000 in Pflegeeinrichtungen. Die Pflege zu Hause übernehmen zum ganz überwiegenden Teil An- und Zugehörige, ohne sie würde das Versorgungssystem zusammenbrechen. Gerade die Pflege von Menschen mit einer Demenzerkrankung bedeutet meist einen Einsatz rund um die Uhr und ist häufig sehr belastend. „Angehörige können diese Aufgabe nicht dauerhaft ohne Unterstützung leisten“, sagt Monika Kaus, Vorsitzende der DAlzG. „Aktuell sind professionelle Pflegeangebote aber immer weniger verfügbar – seien es Plätze in der Tagespflege, der Kurzzeitpflege oder auch Hilfe bei der Körperpflege durch ambulante Pflegedienste. Deshalb wird die Unterstützung durch informelle Helferinnen und Helfer – vor allem aus der Nachbarschaft, dem Freundes- und Verwandtenkreis sowie durch freiwillig Engagierte – für die Familien notgedrungen immer wichtiger.“




