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Krankenhausreform ohne Patientenbeteiligung

Eine Ärztin in einem blauen Kittel vor einem Operationsbesteck, hinter ihr ein Patient auf einer Liege
Bei einer Operation in einem Krankenhaus
Foto: Pixabay/12019

DÜSSELDORF (kobinet) Der Sozialverband VdK in Nordrhein-Westfalen kritisiert die fehlende Beteiligung der Patientinnen und Patienten bei der Vorbereitung der Krankenhausreform. So entstehen, so der VdK-Landesverband, realitätsferne Lösungen zu Lasten der Menschen. Mit Bezug auf die öffentlichen Debatte über die geplante Krankenhausreform auf Bundesebene und deren Auswirkungen auf die Versorgung in Nordrhein-Westfalen macht der Sozialverband VdK deutlich, dass diese weder bei den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern ankommt, noch mit ihnen geführt wird.



Das alles geschieht hinter verschlossenen Türen – Patientenbeteiligung Fehlanzeige“, kritisiert der Vorsitzende Horst Vöge. „Wir nehmen in diesem Zusammenhang eine große Unruhe bei den Menschen wahr, denn für sie stehen die Erreichbarkeit und hochwertige Qualität an erster Stelle.“

Gravierende Einschnitte, wie sie beispielsweise in den Bereichen der Geburtshilfe, der Neurologie sowie bei Schlaganfall- und Herzinfarktbehandlungen drohen, sind für den VdK-Landesverband nicht hinnehmbar. „Wir brauchen flächendeckend eine gute Versorgung, die sich regionalen Gegebenheiten und den Bedarfen der Patientinnen und Patienten anpasst“, fordert Horst Vöge. „Das Vorhaben von Bund und Ländern, gemeinsam die Eckpunkte für den Gesetzentwurf zur Krankenhausreform erarbeiten zu wollen, begrüßen wir ausdrücklich. Allerdings gäbe es ohne Patientinnen und Patienten keine Krankenhäuser…“ Die Bevölkerung sollte daher hinreichend informiert und an der Diskussion beteiligt werden.