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Juristin wehrt sich mit Petition gegen Barrieren und Diskriminierungen

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München (kobinet) Was Barrieren für die Beschäftigung behinderter Menschen bedeuten können, bzw. dass diese sogar den Job kosten können, das zeigt eine aktuelle Petition einer bayerischen Juristin auf, die sich gegen ihre Diskriminierung wehrt. Heidrun Graf, die die Petition eingereicht hatte, konnte während einer von ihr durchgeführten Prüfung aufgrund von Barrieren nicht gleichberechtigt am Mittagessen mit ihren Kolleg*innen in der Kantine teilnehmen.



„Im vergangenen Sommer sollte die Prüfungskommission im oberpfälzischen Sulzbach-Rosenberg das Mittagessen in der Kantine einnehmen. Das Problem: Die Kantine ist nicht barrierefrei. Heidrun Graf schlug vor, dass Polizeianwärter sie im Rollstuhl die Stufen zur Kantine hochtragen könnten. Das verweigerte das Prüfungsamt jedoch mit dem Hinweis auf das Haftungsrisiko. Die Juristin sollte ihr Essen woanders einnehmen, abseits der Kollegen. Sie beschwerte sich daraufhin beim Innenminister Joachim Hermann, aber ohne Erfolg. Das Ministerium bedauerte den Vorfall. In einem Brief teilte man ihr dann mit, ihre Tätigkeit als Prüferin sei beendet“, heißt es zum Hintergrund der Petition in einem Bericht von BR24, auf den der Inklusionsbotschafter Markus Ertl die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Die 54-Jährige Heidrun Graf arbeitet seit vielen Jahren als Referatsleiterin im bayerischen Wissenschaftsministerium. Nebenbei war sie als Dozentin für Strafrecht und Prüferin für Polizeianwärter tätig.

Nun fand die Behandlung der Petition im Ausschuss für Fragen des öffentlichen Dienstes des bayerischen Landtags statt. Die Ausschuss-Mitglieder zeigten dabei Verständnis für die „unschöne“, demütigende Situation für die Rollstuhlfahrerin. Gleichzeitig lehnten sie aber Sanktionen gegen die Beteiligten ab, wie es im BR24-Bericht heißt.

Link zum vollständigen Beitrag über die Petition auf BR24