
Foto: VDAB
BERLIN (kobinet) Als einer der größten privaten Trägerverbände Deutschlands vertritt der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) die Auffassung, dass sich die in Deutschland bestehende Pflegelücke nicht einfach wegfinanzieren lassen würde. Daraus leitet der Verband seine Forderungen nach einer besseren Finanzierung der professionellen Pflege ab.
Angesichts der demografischen Entwicklung und der für das Jahr 2025 zu erwartenden 5,5 Millionen Pflegebedürftigen fordert die SPD eine bessere Finanzierung zur Entlastung der Pflegebedürftigen. Diesen Vorstellungen widerspricht der VDAB. Sein Bundesgeschäftsführer Thomas Knieling stellt dazu fest: „Die demografische Entwicklung ist lange bekannt und damit auch die stetig steigende Zahl an Pflegebedürftigen. Gleichzeitig sinken die personellen Ressourcen in der professionellen Pflege, was schon jetzt zu erheblichen Versorgungslücken im ambulanten und stationären Pflegebereich führt. Vielerorts sind kurzfristig weder Plätze in stationären Pflegeeinrichtungen noch in Tagespflegen zu bekommen und auch ambulante Dienste müssen immer mehr Anfragen ablehnen. Diese Entwicklung verschärft sich jedes Jahr und die Antworten der Pflegepolitik auf die Herausforderungen sind seit vielen Jahren immer die gleichen: Für Versicherte und Mitarbeitende mehr finanzieren, im Bereich der Pflegeunternehmen immer mehr regulieren und an die ganze Branche appellieren, aus den rigiden Vorgaben doch das Beste zu machen. In Zeiten stark steigender Personalkosten, steigender Energiekosten bei gleichzeitig anhaltendem eklatanten Personalmangel braucht es allerdings neue pflegepolitische Antworten auf die Frage, wie in Zukunft die flächendeckende Versorgung mit professioneller Pflege gesichert werden soll. Im Zentrum müssen dabei die vorhandenen Ressourcen stehen und nicht das sozialpolitisch gewünschte Leistungsniveau.“




