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Neue Frühförderung für Kinder mit Hörschädigung

Eine Hand  hält ein Hörgerät
Hörgeräte eröffenen viele Kommunikationswege
Foto: Pixabay/kalhh

HANNOVER (kobinet) Ab sofort gibt es in Oldenburg eine Frühförderstelle für hörgeschädigte Kinder im Vorschulalter. Als erste und bislang einzige dieser Art in Niedersachsen, hat die Interdisziplinäre Frühförderstelle Hören am Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte Oldenburg (IFF Hören) ihre Arbeit aufgenommen. Kinder mit einer Hörschädigung stehen einer besonders hohen Kommunikationsbarriere gegenüber. Sie benötigen intensive Förder- und Behandlungsangebote von unterschiedlichen Leistungsträgern, damit die Entwicklung der kommunikativen Kompetenzen bestmöglich stattfinden kann.



In der IFF Hören arbeiten Fachkräfte aus den unterschiedlichsten pädagogischen, medizinischen und therapeutischen Disziplinen wie Hörgeschädigtenpädagogik, Heilpädagogik, Logopädie/Sprachheilpädagogik, Pädaudiologie/HNO-Medizin, Pädiatrie (Kinderheilkunde), Pädakustik, Pädagogische Audiologie, Physiotherapie, Ergotherapie und Psychologie zusammen. Diese entwickeln unter Einbeziehung aller Disziplinen eine einzelfallbezogene Hilfeplanung, beraten die betroffenen Eltern, Kinder und Familienangehörige über die bestmögliche Förderung und Therapie und führen diese auch durch.

Die Förder-, Therapie- und Beratungsangebote für das einzelne Kind werden dabei interdisziplinär aufeinander abgestimmt. Für betroffene Kinder und Familien ist es ein großer Gewinn, in der IFF Hören die Leistungen als Komplexleistung wie aus einer Hand zu erhalten.

Die IFF Hören arbeitet in eigenen Therapieräumen, in Praxisräumen kooperierender Ergo- und Physiotherapiepraxen sowie im Elternhaus. Arbeitsschwerpunkte sind die Unterstützung der Hör-, Kommunikations- und Sprachentwicklung, eine optimale technische Versorgung und Anpassung der Hörhilfen sowie die Begleitung der Eltern.