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Paritätischer Bericht sieht massiven Nachholbedarf bei barrierefreiem Wohnen

Gebäude mit einem Personenaufzug innern
Mit dem Personenaufzug zu den Etagen
Foto: Pixabay/wolfgang1663

BERLIN (kobinet) Für immer weniger Menschen in Deutschland ist behindertengerechtes und bezahlbares Wohnen möglich. Dies ist eine zentrale Erkenntnis des Teilhabeberichts des Paritätischen Gesamtverbandes, welcher anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung periodisch erscheint. Die Paritätische Forschungsstelle legte dabei dieses Jahr den Schwerpunkt auf die Wohnsituation von Menschen mit Behinderung.

“Menschen mit Behinderung gehören zu den großen Verlierern auf dem Wohnungsmarkt. Sie trifft die angespannte Lage bei Mietwohnungen besonders”, erklärt Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes, mit Blick auf die Ergebnisse des diesjährigen Teilhabeberichtes.

Rund 20 Prozent der Menschen mit Behinderung geben an, mehr als 50 Prozent ihres Einkommens für Wohnkosten aufwenden zu müssen. Von hohen Wohnkosten sind gerade auch Menschen mit psychischer Beeinträchtigung stark betroffen, sie geben etwa doppelt so häufig wie Menschen ohne Behinderung an, durch ihre Wohnkosten stark belastet zu sein.

Erschreckend ist auch die Situation beim behindertengerechten Wohnen. So leben drei von vier Menschen mit einer anerkannten Behinderung nicht in einer barrierefreien Wohnung. Und nur jede / jeder Fünfte hat das Glück, sich in einer Wohnsituation ohne Stufen und Treppen zu befinden. Prof. Rosenbrock merkt dazu an: “Barrierefreiheit ist auf dem deutschen Wohnungsmarkt leider die Ausnahme. Nur ein ganz geringer Anteil aller Wohngebäude sind annäherungsweise barrierefrei. Gerade mit Blick auf die Überalterung der Gesellschaft gibt es hier massiven Nachholbedarf!”

Weitere Details zum Thema sowie diesen Teilhabebericht sind über diesen Link zu erfahren.