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Selbstvertretung behinderter Geflüchteter tut dringend Not

Logo der ISL
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Foto: ISL

Berlin (kobinet) Mit einer Online-Veranstaltung zur Selbstvertretung behinderter und chronisch kranker geflüchteter Menschen hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) am 21. Oktober einen Austausch darüber ermöglicht, wie die Betroffenen ihre Interessen vertreten und sich besser gegenseitig unterstützen können. Dabei wurde deutlich, mit wie vielen Baustellen die in Deutschland lebenden geflüchteten Menschen gerade auch im ländlichen Raum zu kämpfen haben.

“Wir für Uns! Selbstvertretung geflüchteter Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen in Deutschland”. So lautet nicht nur ein aktuelles Projekt der ISL, das von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gefördert wird. Das ist gleichzeitig auch das Motto unter dem die Selbstvertretungsorganisation in den kommenden Wochen eine Reihe von Austauschmöglichkeiten und letztendlich die Selbstvertretung behinderter Geflüchteter fördern will.

Link zur Internetseite des Projektes

Dass behinderte geflüchtete Menschen nicht nur eine passende und barrierefreie Wohnung brauchen, sondern auch Zugang zur medizinischen Versorgung, passende Hilfsmittel und vor allem Lots*innen durch den Behördendschungel brauchen, das wurde bei der Auftaktveranstaltung der ISL am 21. Oktober mehr als deutlich. Eine aus der Ukraine geflüchtete behinderte Frau, die mittlerweile andere geflüchtete Menschen vernetzt und unterstützt, hatte bei der Veranstaltung anschaulich aufgezeigt, welche Herausforderungen sie in einem neuen Land und einer neuen Kultur bewältigen müssen. Dies reicht von der Bearbeitung der kriegsbedingten Traumata, bis hin zur Suche nach barrierefreien Sprachkursen.

„Wir bedanken uns für Ihr Interesse und möchten Sie nochmal herzlich zu den Wochengruppen einladen, die nun (vorerst) bis zum 21.12.2022 jeden Montag von 15 – 17 Uhr in Englischer Sprache und jeden Mittwoch von 17-19 Uhr in Russischer/Ukrainischer Sprache stattfinden werden. Für die Veranstaltungen müssen sich die Teilnehmenden bitte anmelden auf der Internetseite vom Projekt: https://behinderung-und-flucht.isl-ev.de/selbstvertretung/„, teilte die Koordinatorin des Projektes, Emine Kalali im Nachgang zur Veranstaltung mit.

Wer mitmachen möchte, Interesse an, oder Fragen zu dem Projekt hat, kann sich unter [email protected] melden.

Die Wochengruppen richten sich ausschließlich an betroffene Personen. Berater*innen, die Interesse oder Fragen zum Projekt haben, können sich gerne per Mail an [email protected] wenden.

Link zur neuen Infoseite der ISL zum Thema Behinderung und Flucht:

https://behinderung-und-flucht.isl-ev.de/

Die ISL hat nun auch ein Forum auf folgender Internetseite eingerichtet:

https://behinderung-und-flucht.isl-ev.de/en/community/

Nach der Registrierung besteht hier die Möglichkeit Fragen an registrierte Nutzer*innen zu stellen und in Kontakt zu treten.

Das Forum ist aktuell nur mit englischem Menü verfügbar, aber die Projektmitwirkenden arbeiten an der Übersetzung. Anfragen können in der gewünschten Sprache gestellt werden.