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Hexen, Helden, Horrorclowns. Und andere Erzählungen über Behinderung

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Dresden (kobinet) "Hexen, Helden, Horrorclowns. Und andere Erzählungen über Behinderung", so lautet der Titel einer Veranstaltung der Servicestelle Inklusion im Kulturbereich in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden, die am 10. Oktober im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden und Online per Zoom durchgeführt wird. Darauf hat Annett Heinrich aus Dresden die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

„Was haben der Pirat mit der Augenklappe, die bucklige Hexe und Dr. No von James Bond gemeinsam? Bei ihnen und zahlreichen weiteren Schurk:innen unterstreicht die Behinderung oder eine körperliche Entstellung ihre negativen Charakterzüge. Das Böse zeigt sich in einer körperlichen Besonderheit. Am anderen Ende dieses Spektrums gibt es die Superheld:innen wie Daredevil aus dem Marvel-Universum oder die Athlet:innen bei den Paralympics, die gerade wegen ihrer Behinderung besonders leistungsfähig sind und dafür gefeiert werden. Stereotype Erzählungen über Behinderung prägen nicht nur unsere Wahrnehmung, sondern auch unsere Handlungen. Kultureinrichtungen stehen ungewollt auch in dieser Tradition und somit in der Verantwortung, da sie Werke zeigen, aufführen oder interpretieren, die direkt oder indirekt auch Behinderung thematisieren. Seien es Ausstellungen, Theaterstücke, Filme oder Literatur: mit ihrer Arbeit prägen Kulturschaffende Diskurse und erschaffen wirkmächtige Erzählungen und Bilder. Diese beruhen häufig auf Konventionen, Behinderung als ‚anders‘, heldenhaft oder minderwertig zu konzipieren und damit aus- und abzugrenzen. Denn der Maßstab ist meist die Perspektive der Menschen ohne Behinderung. Inklusion muss daher nicht nur auf das Publikum der Kultureinrichtung bezogen werden, sondern auf die inhaltliche, programmatische und kuratorische Praxis sowie auf die Arbeitsbedingungen für Künstler:innen und das Personal“, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung.

Ziel der Konferenz ist es u.a., einen kritischen Blick auf gängige Darstellungen und Narrative über Behinderung zu richten und zu erarbeiten, wie möglichst differenzierte Bilder und Erzählungen über Behinderung entworfen werden können.

„Wir haben uns für ein solidarisches Gebührenmodell entschieden, um möglichst vielen Interessierten eine Teilnahme zu ermöglichen. Bitte klicken Sie in der Anmeldemaske die für Ihre Situation passende Ticketkategorie an z.B. wenn Sie in einer auskömmlich geförderten Kultureinrichtung angestellt sind und z.B. die Veranstaltung als Weiterbildung abrechnen können, klicken Sie die Preiskategorie für 30,00 EUR an. Bitte entscheiden Sie sich auch, ob Sie vor Ort oder online teilnehmen wollen. In allen Preiskategorien (vor Ort) sind Tagungsgetränke enthalten. Diese werden über das solidarische Gebührenmodell finanziert. Wir bitten Sie das Mittagessen selbst zu zahlen, da Verpflegungskosten nicht durch öffentliche Fördermittel finanziert werden können“, heißt es in der Ankündigung bezüglich der Teilnahmegebühren.

Link zu weiteren Infos zur Veranstaltung und zur Anmeldung