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Schallende Ohrfeige für alle pflegenden Angehörigen

Heinrich Buschmann
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Foto: privat

Jochgrim (kobinet) "Die privat organisierte Pflege wird immer hoch gelobt und deren enorme Bedeutung als Beitrag für unsere Gesellschaft herausgestellt. Am 1. Januar 2022 wurde die Verhinderungspflege um 10 % angehoben. Ein wichtiger, ein richtiger Schritt – wenn er für alle Gültigkeit hätte! Allen Anschein nach kennt aber die soziale Ungerechtigkeit in unserem Lande keine Grenzen! Wieder einmal sind es die pflegenden Angehörigen, auf deren Rücken der Staat spart! Wie sonst erklären Sie sich, diese als schallende Ohrfeige für alle pflegenden Angehörigen empfundene ungleiche Erhöhung der Verhinderungspflege um 10 %, da die jedoch nur für den gewerblichen Bereich gilt? Aber, als ob das noch nicht herabwürdigend genug wäre, hält man an einer 'hälftigen Verhinderungspflege' (806 Euro) fest, für die es keinen realen Bezug mehr gibt." Das schrieb Heinrich Buschmann von Mobil mit Behinderung in einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach.

Die nun gültige Erhöhung widerspreche nach Ansicht von Heinrich Buschmann dem Gleichheitsgebot. „Wenn die privat organisierte Pflege wirklich die Bedeutung hat, wie sie durch die Bundesregierung in lobenden Worten immer postuliert wird, dann muss hier eine Änderung erfolgen. Es sei denn man will die privat organisierte Pflege ins Abseits drängen. Es ist davon auszugehen, dass sich die Preissteigerungen sowohl im gewerblichen als auch im privaten Bereich gleichermaßen negativ auswirken werden – damit ist die Erhöhung der Verhinderungspflege auch gleichermaßen durchzuführen! Die Verhinderungspflege beinhaltet zum Einen die klassische, stationäre Kurzzeitpflege und zum Anderen die ‚Stundenweise Ersatzpflege'“, schreibt Heinrich Buschmann u.a.

Link zum vollständigen Brief von Heinrich Buschmann an Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach