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Deutscher Behindertenrat bildet AG Barrierefreier Tourismus

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Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Mit einer neuen Arbeitsgruppe Barrierefreier Tourismus des Deutschen Behindertenrats (DBR) wollen die Behindertenorganisationen in Deutschland wieder ihre Kompetenzen und Potentiale auf diesem Gebiet bündeln um hier weiter voran zu kommen, den Austausch untereinander zu befördern und mit möglichst einer Stimme gegenüber der Tourismuspolitik sowie der Tourismuswirtschaft und ihren Verbänden aufzutreten. Dies beschloss der DBR-Arbeitsausschuss in seiner Sitzung am 10. Juni 2022 auf Vorschlag des ABiD-Instituts Behinderung und Partizipation e.V. (IB&P), das über diese Initiative in einer Presseinformation berichtet.

Die 1. Beratung der DBR-AG Barrierefreier Tourismus wird am 2. September von 14 bis 16 Uhr im Haus des SoVD in 10179 Berlin, Stralauer Str. 63, stattfinden. Die DBR-Mitgliedsverbände sind gebeten, interessierte Personen aus ihren Organisationen für die Mitarbeit in der neuen AG zu gewinnen und an das DBR-Sekretariat ([email protected]) zu melden. André Nowak, stellv. Vorsitzender des IB&P, hat sich bereit erklärt, die neue AG zu leiten (Kontakt: [email protected]). Dazu erklärte André Nowak: „Viele Persönlichkeiten aus Politik und Tourismuswirtschaft betonen immer wieder, wie wichtig der barrierefreie Tourismus für uns alle ist, aber es passiert zu wenig. Nach wie vor können Menschen mit Behinderungen nicht oder nur eingeschränkt am Tourismus teilhaben. Es gibt kaum verlässliche Informationen über die Beschaffenheit touristischer Einrichtungen und bestehende Barrieren werden nur punktuell beseitigt. Zum Teil kommen trotz klarer gesetzlicher Bestimmungen sogar neue hinzu. Dem wollen und müssen wir konstruktiven Widerstand entgegensetzen.“

Bis zur Auflösung im Jahr 2019 hatte die Behindertenbewegung mit dem am 9.9.1999 gegründeten Verein „Tourismus für Alle Deutschland e.V.“ (NatKo) ein gemeinsames Gremium, welches viel auf dem Gebiet bewegte und erreichte. Diese Lücke soll nun wieder mit einer beim DBR angesiedelten Arbeitsgruppe geschlossen werden. „Die AG möchte als zentrale Stelle für den Erfahrungsaustausch sowie als sachkundige Ansprechpartnerin für Parlament, Bundesregierung und die Tourismuswirtschaft mit ihren Verbänden fungieren“, betonte André Nowak.