Menu Close

Margit Glasow kandidiert für Linke-Vorstand

Foto zeigt Margit Glasow
Margit Glasow
Foto: Privat

Berlin (kobinet) Die Linke wählt auf einem Parteitag am Wochenende eine neue Führung und diskutiert über ihre Zukunft. Die Linkspartei hat es mit 4,9 Prozent der Stimmen nur über drei Direktmandate in Berlin und Leipzig in den Bundestag geschafft. Margit Glasow kandidiert wieder für den Parteivorstand. Auf dem virtuellen Parteitag der Linken im Februar 2021 war die Rostocker Journalistin erstmals in den Parteivorstand gewählt worden.

Die Inklusionsbeauftragte treibt die Frage um, wie die Linke ihrer Aufgabe, als konsequent internationalistische Friedenspartei gerecht werden kann. „Wie wir den Menschen Zuversicht und die Überzeugung vermitteln können, dass das Handeln jedes Einzelnen wichtiger denn je ist“, sagt sie, bevor heute der Parteitag in Erfurt eröffnet wird.

Die aktuellen Entwicklungen in Deutschland, in Europa und in der Welt lassen sie nicht optimistisch in die Zukunft blicken, was die weitere Umsetzung von Inklusion und Teilhabe aller Menschen anbelangt. Sie befürchtet im Gegenteil, „dass wir darum werden kämpfen müssen, bereits Errungenes zu verteidigen“.

„Ich frage mich, in was für einer Gesellschaft wollen wir in Zukunft leben? In einer Gesellschaft der Angst, in der Mitbestimmung und Mitgestaltung aller Menschen immer weiter eingeschränkt werden? Oder in einer wirklich demokratischen, inklusiven Gesellschaft“, so Glasow. Doch in der Realität finde eine immer massivere neoliberale Umverteilung von gesellschaftlichem Reichtum statt und immer mehr Menschen werden aus vielen Lebensbereichen ausgeschlossen.

Nach den immer schlechter werdenden Wahlergebnissen der letzten Jahre erwartet sie vom Erfurter Parteitag endlich eine kritische Analyse: Was ist zu tun, um den Herausforderungen der Zeit gerecht zu werden? Wo liegen die Ursachen, dass uns das nicht gelingt und wir stattdessen immer mehr an Glaubwürdigkeit bei den Menschen verlieren? Welche Schlussfolgerungen sind zu ziehen und schließt das nicht auch personelle Konsequenzen ein?

„Die Entwicklung einer Gesellschaft, in der ich leben möchte – nicht fremdbestimmt diktiert, sondern demokratisch, sozialistisch verfasst – muss mit allen gemeinsam geschehen. Das heißt auch, denjenigen, die eine andere, vielleicht unbequeme Meinung haben, zuzuhören, sie verstehen zu wollen, um Lösungsansätze zu streiten und respektvoll miteinander umzugehen“, betont die 1961 in Rostock geborene Frau, Mutter von Kindern und Enkelkindern, „Die Mehrheit zu erreichen, für die wir stehen. Denn die Sorgen der Menschen in diesen Tagen sind groß. Vor allem, so denke ich, sorgen sie sich um den Frieden in der Welt.“

­ ­