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Digitale Teilhabe für alle – für ein selbstbestimmtes Leben

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Bonn (kobinet) Noch immer sind viele Websites und digitale Dokumente nicht barrierefrei. Barrierefreiheit jedoch ist für 30 Prozent der Menschen in Deutschland notwendig, so eine Studie der Aktion Mensch. Diese Menschen werden von digitalen Angeboten und damit von der Teilhabe ausgeschlossen, beispielsweise sehbehinderte und blinde Menschen, weil Kontraste fehlen oder Buttons nicht textlich beschrieben sind. Daher appelliert PRO RETINA Deutschland anlässlich des dritten Digitaltags am 24. Juni 2022 an Politik und Wirtschaft, Barrieren im Internet abzubauen, um digitale Teilhabe zu gewährleisten.

"Barrierefreie Teilhabe ist ein Grundrecht eines jeden Menschen, ganz gleich, welche Einschränkung oder Behinderung er hat. Sie ist zudem eine wichtige Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und soziale Gerechtigkeit“, erklärt Dario Madani, Vorstandsvorsitzender von PRO RETINA. Mit Blick auf die Entscheider in Politik und Wirtschaft appelliert er, digitale Zugänglichkeit in allen Bereichen umzusetzen. Angesichts des demografischen Wandels ist dies ohnehin zwingend, da Altersbedingte Makula-Degeneration schon heute mit rund 7,5 Millionen Betroffenen zu den Volkskrankheiten gehört.

Ob beim Ausfüllen von digitalen Anträgen, der Bedienung von Anwendungen im Smart Home, der Bestellung von Bahn-Tickets oder der Buchung eines Events im Internet oder bei den Online-Formularen von Banken oder Versicherungen: Überall stoßen Menschen mit Seheinschränkungen auf Barrieren. Teile der Bevölkerung werden ausgeschlossen, weil digitale Dokumente nicht barrierefrei sind. Ausgeschlossen zu werden ist für den Einzelnen schmerzlich, für Politik und Gesellschaft ein enormer Nachteil und für die Wirtschaft ein erheblicher Kostenfaktor. Denn gerade Unternehmen sollte bewusst sein, dass durch mangelnde Zugänglichkeit wichtige Marktsegmente nicht erschlossen werden und somit beträchtliche Umsätze verloren gehen. Dabei verursachen für alle zugängliche digitale Dokumente noch nicht einmal zusätzliche Kosten, heißt es von PRO RETINA.

Digitale Zugänglichkeit nutze nicht nur Menschen mit Seheinschränkung, sondern allen Usern. Denn auch für sie mache die Barrierefreiheit die Nutzung der Angebote einfacher. Davon profitierten der Einzelne, Gesellschaft und Wirtschaft. Daher fordert PRO RETINA von Politik und Wirtschaft, alle digitalen Bereiche für jeden Menschen zugänglich zu machen.

Der Digitaltag wird getragen von der Initiative "Digital für alle“. Hierin sind 27 Organisationen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Wohlfahrt und öffentliche Hand zusammengeschlossen. Erklärtes Ziel ist die Förderung der digitalen Teilhabe. Alle Menschen in Deutschland sollen in die Lage versetzt werden, sich selbstbewusst und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen.

Bonn (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sdgrtz9


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