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Selbstbestimmt-Leben-Bewegung trauert um Theresia Haidlmayr

Theresia Haidlmayr
Theresia Haidlmayr
Foto: Grüne Österreich

Wien (kobinet) Der Dachverband der Selbstbestimmt Leben Initiativen Österreich (SLIÖ) trauert einem Bericht des Online-Nachrichtendienstes BIZEPS zufolge um das langjährige Mitglied der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung, Theresia Haidlmayr, die in den frühen Morgenstunden des 13. Juni 2022 verstorben ist.

"Wir verlieren mit Theresia nicht nur eine hartnäckige Kämpferin für die Rechte und Anliegen von Menschen mit Behinderungen, sondern viele von uns verlieren auch eine Kollegin aus verschiedenen Kontexten und langjährige Freundin", heißt es im Nachruf. Und weiter heißt es dort zum Werdegang der Aktivistin: "Theresia war sehr streitbar und immer offen für Aktionismus. So nahm sie im November 1990 am Hungerstreik für ein bundeseinheitliches Pflegegeldgesetz im Parlament teil, das nach mühsamen Verhandlungen mit der Regierung und den Bundesländern im Juni 1993 Realität wurde."

1994 wurde die damals knapp 40-jährige nach Manfred Srb als zweite Rollstuhlfahrerin in den österreichischen Nationalrat gewählt und übernahm dort für die Grünen die Funktion als Behinderten- und Zivildienstsprecherin. "Theresia wies im Parlament immer darauf hin, dass Behinderung eine Querschnittmaterie ist, die in jedem gesellschaftlichen Bereich mitgedacht werden muss – sei es in der Verkehrspolitik, im Baubereich, im Gesundheitswesen oder in der Kultur", berichtet BIZEPS.

Link zum Nachruf von SLIÖ auf Theresia Haidlmayr auf BIZEPS

Auch der österreichische Bundespräsident brachte seine Trauer über den Tod der Aktivistin und Politikerin zum Ausdruck, wie der Online-Nachrichtendienst BIZEPS berichtet: "Theresia Haidlmayr war eine hartnäckige und entschlossene Kämpferin für die Rechte von Menschen mit Behinderung. Auch sie selbst war behindert – vor unnötige Hindernisse gestellt zu werden, war also Teil ihres Lebens. Mit parlamentarischen Mitteln aber auch mit Aktionismus kämpfte sie für das eigentlich so Selbstverständliche: die Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung. Zugleich war sie eine humorvolle Frau, die uns mit ihren Erzählungen oft zum Lachen brachte“, würdigt Bundespräsident Alexander Van der Bellen die Verstorbene.

Link zum BIZEPS-Bericht über die Würdigung des österreichischen Bundespräsidenten

Wien (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/srux146


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