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Neuer Schwung für die Inklusion in Schleswig-Holstein

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Foto: Aktion Mensch

Bonn / Kiel (kobinet) In Schleswig-Holstein sollen in den kommenden Jahren in fünf Modellkommunen inklusive Sozialräume entstehen. In einem gemeinsamen Förderprogramm der Landesregierung von Schleswig-Holstein und der Aktion Mensch stehen dafür bis zu fünf Millionen Euro zur Verfügung. Modellkommunen sind die Kreise Pinneberg und Segeberg sowie die Städte Glückstadt, Mölln und Preetz.

Die Auftaktveranstaltung für das gemeinsame Förderprogramm fand am 15. Juni in Mölln statt. Im Anschluss daran gibt es nun eine einjährige Planungs- und Entwicklungsphase. Die Auswahl der fünf Kommunen bzw. Sozialraum-Projekte erfolgte über eine öffentliche Ausschreibung unter Beteiligung der kommunalen Landesverbände und der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände. Besondere Förderkriterien waren Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit, Kinderfreundlichkeit und partizipative Prozesse.

2,5 Millionen Euro für das Projekt kommen aus dem Fonds für Barrierefreiheit des Landes Schleswig-Holstein für bauliche Projekte. Ebenfalls 2,5 Millionen Euro stellt die Aktion Mensch aus ihrem Programm für inklusive Sozialraumförderung für Personal- und Projektkosten bereit – insbesondere für die partizipative Entwicklungsphase in den Kommunen vor Ort. Ein Schwerpunkt liegt auf einer guten Vernetzung: Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Schule und Zivilgesellschaft sollen eng als Netzwerk zusammenarbeiten.

"Inklusion schafft Innovation. Ein inklusiver Sozialraum mit attraktiven Stadt- und Ortszentren zeichnet sich dadurch aus, dass das selbstbestimmte und gemeinschaftliche Leben aller Menschen ermöglicht werden soll. Das bedeutet, dass alle Menschen davon profitieren und eine demokratische Gesellschaft gestärkt wird“, sagt Staatssekretär Dirk Schrödter, Chef der Staatskanzlei. "Ich freue mich sehr, dass wir von dem Know-how der Aktion Mensch im Bereich der Inklusion profitieren. Wir unterstützen mit dem Förderprogramm unsere Kommunen dabei, ihre Sozialräume lebendig, kinderfreundlich und barrierefrei zu gestalten. So schaffen wir ein Bewusstsein für weitere Entwicklungspotenziale von inklusiven Sozialräumen in Schleswig-Holstein“, so Schrödter.

Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch betonte: "Wir freuen uns über die fünf Modellkommunen in Schleswig-Holstein, die sich dafür einsetzen das Leben vor Ort dauerhaft inklusiver und lebenswerter zu gestalten. Besonders wichtig ist die gemeinsame Projektentwicklung. Denn Inklusion in der Kommune gelingt, wenn in einem starken Netzwerk partizipativ und nachhaltig geplant und gearbeitet wird. Dazu gehört auch, dass die Menschen mit Behinderung von Anfang an in die Planung einbezogen werden. Diesen Prozess unterstützen wir als Aktion Mensch gerne durch die Vermittlung von Praxiswissen und finanzielle Förderung.“

Die fünf Modellkommunen kooperieren mit verschiedenen Verbänden und Trägern:

- Kreis Pinneberg mit der Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein und der Stiftung Lebenshilfe Südholstein

- Stadt Glückstadt mit dem Diakonischen Werk Rantzau-Münsterdorf und den Glückstädter Werkstätten

- Stadt Mölln mit dem Don Bosco-Haus für das behinderte Kind und dem Lebenshilfewerk Kreis Herzogtum Lauenburg

- Kreis Segeberg mit dem Verein Regenbogen – individuelle Unterstützung für junge Menschen und Familien und dem Verein für Jugend- und Kulturarbeit im Kreis Segeberg

- Stadt Preetz mit dem Diakonischen Werk des Ev.-Luth. Kirchenkreises Plön-Segeberg

Alle Informationen sind auch im Pressezentrum der Aktion Mensch verfügbar: www.aktion-mensch.de/presse

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Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sdejo16