Werbung:
Hilfsabfrage.de Flucht Behinderung
Cartoon Phil Hubbe Ausschnitt Rolli liest kobinet
Text Live-Blog Flucht und Behinderung
Springe zum Inhalt

Auszeichnung für mdr-Magazin selbstbestimmt

Logo: selbstbestimmt
Logo von selbstbestimmt!
Foto: mdr

Leipzig (kobinet) Das MDR-Magazin "Selbstbestimmt" steht seit 30 Jahren für Inklusion und dafür, Menschen mit Behinderung eine Stimme zu geben. Das Engagement wurde vor kurzem mit dem Inklusionspreis "Brückenschlag" gewürdigt. Über diese Auszeichnung hat der mdr vor kurzem berichtet. Auch für die nächste Sendung, die am 12. Juni um 8:00 Uhr im mdr und über die Mediathek ausgestrahlt wird, haben sich die Akteur*innen des selbstbestimmt-Magazins spannende Beiträge vorgenommen.

"Ein toller Preis für 'selbstbestimmt' im MDR. Gestern wurde der Inklusionspreis 'Brückenschlag' verliehen. Und wer hats gemacht? WIR haben es gemacht. Vielen Dank an den MDR, das ganze Team, Redaktion, Produktion und an alle Zuschauer, die 'selbstbestimmt' so lange schon die Treue halten. Ich drücke Euch ganz fest ... im Rahmen meiner Möglichkeiten", schrieb der Moderator des Fernsehmagazin Martin Fromme am 2. Juni auf Facebook.

Link zum Facebook-Eintrag von Martin Fromme

Link zum mdr-Bericht über die Auszeichnung

Themen in der nächsten Sendung am 12. Juni ab 8:00 Uhr im mdr sind nach Informationen der Redaktion:

Barrierefreiheit in Stendal

Selbstbestimmt-Moderator Martin Fromme ist dieses Mal in Stendal unterwegs. An der Hochschule schaut er dem Team des Projekts Inklusive Bildung Sachsen-Anhalt über die Schulter. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit und ohne Behinderung entwickeln und realisieren hier Bildungsangebote. Als sogenannte Bildungsfachkräfte vermitteln sie in Seminaren und Vorträgen, welche Lebenswelten, Bedarfe und Sichtweisen Menschen mit Behinderung haben. Und auch an anderen Orten in Stendal engagiert man sich für Barrierefreiheit und Teilhabe. So zum Beispiel im Winckelmann-Museum. Hier trifft Martin Fromme Agnes Kunze. Sie leitet die Bibliothek des Hauses und macht auch Führungen. Agnes Kunze hat eine Gehbehinderung und weiß, was es heißt, sich für Inklusion und Barrierefreiheit stark zu machen.

Mit den Augen hören - der Sing & Sign-Chor

Vor fünf Jahren begann die Sopranistin Susanne Haupt, eine besondere Idee umzusetzen. Sie wollte klassische, geistliche Musik inklusiv performen, für hörende und hörbehinderte Musiker und Musikerinnen und ihr Publikum. Ein anspruchsvolles Vorhaben, denn die Texte von Johann Sebastian Bach in die Deutsche Gebärdensprache zu übertragen verlangt Geschick. Susanne Haupt fand viele Mitstreiter aus beiden Sprachwelten. So zum Beispiel Stefan Kahle, hörender Altist und Andrea Schmetzstorff, gebärdendes Ensemblemitglied. Beide sind seit zwei Jahren dabei und vom Projekt begeistert. Es entsteht ein besonderes Miteinander, denn alle Chormitglieder lernen die Gebärden. Das hörende und nicht hörende Publikum erlebt Musik in neuen Ebenen. Für die, die nicht hören können, soll die Musik sichtbar werden. Bei den Proben und auf dem Deutschen Chorfest in Leipzig haben wir Sing & Sign begleitet.

Gewalt an Menschen mit Behinderung

Ende April 2021 wurden in einer stationären Behinderteneinrichtung in Potsdam vier Menschen mit Behinderung getötet und ein weiterer verletzt. Der traurige Anlass brachte bei der Aktionsplattform Ability Watch ein Rechercheprojekt auf den Weg. Es geht darum, strukturelle Gewalt in Heimen zu dokumentieren und Betroffenen zu helfen. Auf einer Internetplattform werden diese Informationen veröffentlicht, gemeinsam mit Kontakten zu Beratungsstellen und Forderungen, was sich ändern muss. Wir sprechen mit Betroffenen und Beteiligten darüber, was das Projekt bedeutet und was es verändern kann.

Mit anderen Augen - Jennifer Sonntag zum Thema Selbstverteidigung

In ihrer Fernseh-Kolumne spricht Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag über Selbstverteidigung für blinde Frauen. Ein Thema, für das sie sich persönlich sehr engagiert. Zusammen mit anderen erblindeten Frauen besucht sie regelmäßig einen Selbstverteidigungs-Kurs und trainiert, wie sie sich im Falle eines Übergriffes verhalten und wehren kann. Denn blinde Frauen müssen sich anders verteidigen als sehende. Außerdem haben Frauen mit Behinderung ein höheres Risiko, Opfer einer Gewalttat zu werden, als Frauen ohne Behinderung.

Mehr Informationen unter www.mdr.de/selbstbestimmt

Leipzig (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sbefk24