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Virtuelle Ausstellung ad:bewegt! Vom Musterkrüppelchen zur Persönlichen Assistenz

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Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) "ad:bewegt! – vom Musterkrüppelchen zur Persönlichen Assistenz", so lautet der Titel einer digitalen Ausstellung, in der Geschichte(n) zum selbstbestimmten Leben im Kontext der Behindertenbewegung präsentiert werden. Die Eröffnung der Ausstellung von ambulante dienste Berlin findet am 29. Mai um 15.30 Uhr statt. Link zur virtuellen Ausstellung: ad-lab.org

"Am 8. Mai 1981, dem Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus, wurde der Verein ad: ambulante dienste e.V. im Mehringhof in Berlin-Kreuzberg gegründet. Das Ziel: Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Bis dahin gab es für behinderte Menschen mit hohem Assistenzbedarf nur die Möglichkeiten, innerhalb der Familie versorgt zu werden oder in einem Heim zu leben. Auch heute ist in unserer Gesellschaft die Vorstellung fest verankert, dass Autonomie und Selbstbestimmung enden, wenn das Leben aufgrund einer Behinderung ohne Hilfe nicht zu bewältigen ist. Mit Persönlicher Assistenz sind Inklusion und Teilhabe auch für Menschen mit schweren Behinderungen möglich", heißt es in der Ankündigung der Ausstellung zum Hintergrund.

Die virtuelle Ausstellung "ad:bewegt! – Geschichte(n) zum selbstbestimmten Leben im Kontext der Behindertenbewegung“ beginnt im Mehringhof in Berlin Kreuzberg. Matthias Vernaldi, bis zu seinem Tod im März 2020 engagierter Aktivist der Behindertenszene und Vorstandsmitglied des Vereins, begrüßt die Besucher:innen am Gründungsort des Vereins. Auf der virtuellen Tour durch verschiedene Räume erhält man intensive Einblicke in das persönliche Leben schwerstbehinderter Menschen und kann sie auf ihren Reisen oder in den eigenen vier Wänden begleiten. Die Ausstellung wirft insbesondere einen Blick auf die Geschichte im Kontext der Behindertenbewegung in Deutschland. Sie lädt auch dazu ein, sich durch das verwirrende deutsche Bürokratie-Labyrinth zu bewegen. Der sicherlich bewegendste Ausstellungsteil "Erinnern und Gedenken“ geht auf die Ermordung von Menschen mit Behinderungen im Nationalsozialismus ein. Videos, Interviews und Erzählungen sowie weiterführende Links und Literaturnachweise bieten den Besucher:innen tiefergreifende Informationen zu den Themen der Ausstellung, heißt es u.a. in der Ankündigung.

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

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