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71. Hörspielpreis in Köln verliehen

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Foto: Susanne Göbel

Köln (kobinet) Am Abend des 17. Mai wurde in Köln zum 71. Mal der Hörspielpreis der Kriegsblinden – Preis für Radiokunst vergeben. Eine 14-köpfige Jury unter Vorsitz der Kulturwissenschaftlerin Gaby Hartel entschied sich für "Die Arbeit an der Rolle“ von Noam Brusilovsky und Lucia Lucas, eine Produktion des SWR.

Der renommierte Kulturpreis, getragen vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und von der Film- und Medienstiftung NRW, wurde in der Kölner Wolkenburg verliehen, das Deutschlandradio übertrug live. Mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden wird jedes Jahr ein Original-Hörspiel ausgezeichnet, das in herausragender Weise die Möglichkeiten der Kunstform realisiert und erweitert. Der Preis war in diesem Jahr erstmals mit 5.000 Euro dotiert, heißt es in einer Presseinformation des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV).

„Die Arbeit an der Rolle“ von Noam Brusilovsky und Lucia Lucas

Das Hörspiel erzählt die Geschichte der Opernsängerin Lucia Lucas, die jahrelang als Mann wahrgenommen wurde und ausschließlich maskuline Rollen spielte und sang, bis sie sich 2014 als Transgender-Frau outete. Ihre äußerliche Erscheinung veränderte sich dramatisch, ihre Stimme blieb jedoch unverändert. Das Stück untersucht Rollenspiel und Authentizität in einem Medium, in dem die Einzigartigkeit der Stimme im Vordergrund steht.

Die Nominierten

Im ebenfalls nominierten dokumentarischen Hörspiel "Adolf Eichmann – Ein Hörprozess“ von Noam Brusilovsky und Ofer Waldman (RBB / DLF) wird die Geschichte des Prozesses zur Aufarbeitung der NS-Verbrechen aus Sicht der Radiomacher beim damaligen öffentlich-rechtlichen israelischen Rundfunk erzählt.

"Saal 101. Dokumentarhörspiel zum NSU-Prozess“ von Katarina Agathos, Julian Wiprich, Katja Huber und Ulrich Lampen (BR, DLF, MDR, SWR, RB, DLF, HR, WDR, NDR, RBB, SR) verdichtet Protokolle und Notizen des NSU-Prozesses zu einem einzigartigen Stück deutscher Zeitgeschichte.

Streaming der nominierten Hörspiele

Verlinkungen zu den nominierten Hörspielen, die Jurybegründungen und weitere Informationen gibt's unter: www.hoerspielpreis.info

Das Deutschlandradio übertrug die von Markus Andreas Klauk moderierte Veranstaltung in der Sendung "Dokumente und Debatten“.

Die Jury des 71. Hörspielpreises der Kriegsblinden

Elisabeth Fertig (Dozentin, Künstlerin, Übersetzerin), Jette Förster (Mitglied des DBSV-Präsidiums), Gaby Hartel (Kulturwissenschaftlerin, Vorsitzende der Jury), Thomas Irmer (Freier Journalist, u.a. Theater der Zeit), David Knors (Psychologe), Eva-Maria Lenz (Freie Journalistin, u.a. FAZ, epd), Nina Odenius (Redakteurin Agentur für Bildungsjournalismus), Doris Plöschberger (Suhrkamp Verlag), Dietrich Plückhahn (Stellv. Juryvorsitz, Jurist, Musiker), Diemut Ulrike Roether (Journalistin, epd medien), Siegfried Saerberg (Professor Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie), Dörte Severin (ehem. Studienrätin), Hans-Ulrich Wagner (Leibniz Institut für Medienforschung), Jenni Zylka (Journalistin, Autorin und Moderatorin)

Der Hörspielpreis der Kriegsblinden wird unterstützt von der RTB GmbH & Co. KG.

Am 9. März 1952 wurde der Hörspielpreis der Kriegsblinden zum ersten Mal verliehen. Die renommierte Sendung Zeitzeichen des WDR hat dazu dieses Jahr ein ca. 15minütigen Feature über die Geschichte des Hörspielpreises veröffentlicht.

Link zum Zeitzeichen-Beitrag vom 9. März 2022

Köln (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/safmnt5