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Barrierefreiheit ist ein Schlüssel

Portrait des Thüringer Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen
Joachim Leibiger
Foto: TLMB

ERFURT (kobinet) Der Thüringer Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen Joachim Leibiger hat sich aus Anlass des heutigen 30-jährigen Jubiläums des Europäischen Protesttages für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen mit den Fortschritten der Inklusion und Teilhabe von Betroffenen im Freistaat auseinandergesetzt. Die Tendenz zeigt nach seinen Worten in die richtige Richtung. Menschen mit Behinderungen werden zunehmend für ihren gesellschaftlichen Beitrag anerkannt und wertgeschätzt. Verwaltung, Kommunen sowie zahlreiche Unternehmen, aber auch das Ehrenamt kämen ohne ihre Mitwirkung nicht mehr aus. Das ist das Ergebnis jahrelangen unermüdlichen Engagements von Akteuren der Behindertenselbsthilfe, aber auch von Politik und Zivilgesellschaft.

Der Landesbeauftragte betonte andererseits, dass es nach wie vor zahlreiche Handlungsfelder und Baustellen gebe, etwa im Arbeits- und Bildungsbereich, wo Inklusion zu schnell an Grenzen stoße. Auch müssten Planungs- und Normungsprozesse etwa bei der Gesetzgebung oder dem Erlass von Verordnungen Menschen mit Behinderungen von Anfang mitdenken und beteiligen.

Der eigentliche Schlüssel für eine inklusive Gesellschaft liegt, wie Joachim Leibiger feststellt, aber in der Barrierefreiheit unserer physischen und virtuellen Umwelt.

Die Nachfrage in diesem Punkt wir auch durch die Realität bescheinigt, denn das kürzlich vom Landesbeauftragten aufgelegte, einschlägige Förderprogramm habe schon nach wenigen Wochen wegen Ausschöpfung der zur Verfügung stehenden Mittel gestoppt werden müssen.

Joachim Leibiger äußerte sich zu seinen Erfahrungen wie folgt: „Mit dem Abklingen der Corona-Pandemie werden die Handlungsfelder in der Behinderten- und Inklusionspolitik wieder deutlich sichtbar. Zu viele Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen müssen noch um ihre Rechte und eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben kämpfen. Die Anfragen an mein Büro zeigen dies leider beinahe täglich. Der Beratungsbedarf bei der Gestaltung von Barrierefreiheit in Gebäuden, auf Wegen, in Fahrzeugen und digitalen Umgebungen ist enorm. Die Landesfachstelle für Barrierefreiheit kann sich vor diesbezüglichen Anfragen kaum retten. Die hohe Inanspruchnahme des Förderprogramms für Barrierefreiheit zeigt den gewaltigen Handlungsbedarf auf. Barrierefreiheit ist zu einem Mega-Thema unserer Zeit geworden!“

ERFURT (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sdhijt5