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Lebenshaltungskosten der Menschen mit Behinderung steigen durch Inflation besonders stark

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HÜRTH (kobinet) Anlässlich des heutigen europäischen Protesttages zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderung appelliert die Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen an alle Entscheidungsträger, die finanzielle Situation der Menschen mit Behinderung anlässlich des Krieges in der Ukraine im Blick zu halten. Die Inflation von über sieben Prozent stellt eine große Barriere im Alltag für sie dar. Eine Anpassung der Regelbedarfe und weitere Reformen sind nötig.

Die Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen warnt vor erneuter Isolation der Menschen mit Behinderung, weil ihr Alltag durch die Inflation zu teuer wird.

Dazu erklärt der Landesvorsitzender der Lebenshilfe Prof. Dr. Gerd Ascheid: „Auch die Menschen mit Behinderung haben in den vergangenen Wochen große Solidarität mit den Menschen aus der Ukraine gezeigt. Sie alle bewegen die schrecklichen Bilder aus der Ukraine. Doch der russische Angriffskrieg hat auch direkte Auswirkungen auf ihre Lebenssituation".

Weiter stellt Gerd Ascheid fest: "Hohe Preise bei Lebensmitteln, sowie Produkten und Dienstleistungen des täglichen Bedarfes sind für Menschen mit Behinderung derzeit eine große Belastung. Die Lebenshaltungskosten der Menschen mit Behinderung steigen auch, weil für unterstützende Dienstleistungen, auf die sie angewiesen sind, die Preise aufgrund der Inflation angehoben worden sind. Das führt dazu, dass beispielsweise Assistenzleistungen oder Fahrtkosten, die teils selber getragen werden müssen, stark steigen. Somit können Weiterbildungsmaßnahmen, die zur Stärkung der Selbstbestimmung der Menschen mit Behinderung beitragen, noch weniger wahrgenommen werden, als schon bisher. Wir haben die Sorge, dass es nach der Corona-Pandemie erneut zu einer Isolation der Menschen mit Behinderung kommt, weil sie sich die normale Teilhabe und die Kosten einer Bildungsmaßnahme nicht mehr leisten können".

Nach den Worten des Lebenshilfe-Landesvorsitzenden ist eine schnelle Anhebung der Regelbedarfe der Menschen mit Behinderung notwendig, um diese Preissteigerung spürbar abzufangen. Ebenso sollten Bundesregierung und neue NRW-Landesregierung nach den Landtageswahl am 15. Mai 2022 schnell weitere Maßnahmen angehen, die zu einer finanziellen Verbesserung beitragen.

Dazu würde, wie Ascheid sagt, eine vorgezogene, im Koalitionsvertrag der Ampel angekündigte Reform der Werkstattlöhne für Menschen mit Behinderung, durchaus beitragen.

HÜRTH (kobinet) Kategorien Nachricht

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