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Nur zwei Prozent aller Wohnungen barrierefrei

Fünf Mädchen bequem sitzend und liegend auf einer Couch
In einer Wohngemeinschaft in Bremen auf der Couch
Foto: Daniela Buchholz

MÜNCHEN (kobinet) Frei wählen zu können, wo, wie und mit wem man zusammenleben möchte, das ist für viele Menschen mit Behinderungen nach wie vor nicht möglich. Der Hauptgrund dafür ist der massive Mangel an geeignetem Wohnraum. Nur etwa zwei Prozent der Wohnungen und Einfamilienhäuser in Deutschland sind barrierefrei zugänglich,. Darauf weisen die Sozialheld*innen sowie der WOHN:SINN e.V. anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai hin und fordern die Bundesregierung auf, den Ausbau von bezahlbarem, barrierefreien Wohnraum zu beschleunigen.

Nur so könne sie Menschen mit Behinderungen ermöglichen, ihr Recht auf selbstbestimmtes Wohnen zu verwirklichen.

„Die Wohnungssuche ist schon ein totales Desaster, wenn es um einen stufenlosen Zugang geht. Kommen weitere Barrieren und ein komplexer Unterstützungsbedarf dazu, ist sie quasi aussichtslos”, sagt Adina Hermann, Vorständin bei den Sozialheld*innen. „Für viele Menschen mit Behinderung ist die einzige Alternative zur erfolglosen Wohnungssuche dann das Wohnheim. Das hat mit selbstbestimmtem Wohnen nichts mehr zu tun.“

Wie dringend alternative Wohnformen zum Heim gebraucht werden, weiß Tobias Polsfuß, Geschäftsführer des WOHN:SINN - Bündnis für inklusives Wohnen. Seit 2020 berät er mit seinem Verein Anbieter der Behindertenhilfe und private Projektgruppen bei der Gründung inklusiver Wohnprojekte. “Der Bedarf an barrierefreiem Wohnraum ist enorm und er wächst stetig mit der alternden Bevölkerung”, sagt Tobias Polsfuß.

MÜNCHEN (kobinet) Kategorien Nachricht

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